Bis zum Anpfiff der EM sind es nur noch ein paar Tage. Doch Bundestrainer Löw überlegt noch, mit welchem System er spielen lässt. Foto: dpa

Drei oder vier – wie spielen wir? Nächste Woche beginnt die EM und in der Nationalelf wird diskutiert, wie Bundestrainer Jogi Löw die Abwehrreihe aufstellen soll.

Beim 1:1 gegen Dänemark hatte Löw eine Dreier-Kette mit Matthias Ginter, Niklas Süle und Mats Hummels ausprobiert. Vorteil: ein Mann mehr im Mittelfeld. Nachteil: Die gegnerischen Außenstürmer haben bei Kontern leichteres Spiel. Gerade die Bayern-Spieler, die im Verein die Vierer-Kette gewohnt sind, fremdeln noch ein bisschen.

Weiteres Problem: Löw hat drei gelernte Linksverteidiger nominiert, aber nur einen für die rechte Seite. Die Lücke vor könnte Bayerns Joshua Kimmich schließen, dann fehlt er aber im defensiven Mittelfeld. Löw: „Er ist auf beiden Positionen gut. Deswegen denke ich über alles nach.“ Kimmich selbst hat damit kein Problem: „Ich bin keiner, der sich dagegen wehrt, dem Team zu helfen.“ Immerhin!

Drei oder Vier? Für Champions-League-Sieger Kai Havertz vom FC Chelsea spielt das dagegen keine Rolle. „Alle Spieler sind so gut geschult, dass wir auch von einer Sekunde auf die andere wechseln können. Es wird sich in den nächsten Tagen herauskristallisieren, was das Beste für uns ist.“

Doch die Frage bleibt: Geht eine Dreier-Kette gegen die offensivstarken Franzosen und Portugiesen in der EM-Vorrunde? Linksverteidiger Robin Gosens tendiert eher zu vier Mann in der Verteidigung: „Das gibt mehr Kompaktheit. Da ist man als Außenverteidiger näher am Mann. Das kommt mir zugute.“