Die Tifosi schreien beim Public Viewing auf dem Piazza del Popolo in Rom ihre Freude heraus.  Foto: Imago Images/LaPresse

Noch ist es nicht soweit. Doch Italien spielt bei der EM titelreif und setzt seinen Siegesrausch fort. 2:1 im Viertelfinale gegen Belgien. Am Dienstag geht’s im Halbfinale in London (21 Uhr) gegen die bisher eher mittelmäßigen Spanier. Die Tifosi sind euphorisiert und die Nationalspieler siegessicher.

Pechvogel Spinazzola : „Mit dieser tollen Truppe ist alles möglich!“

Als die Squadra Azzurra von München nach Rom zurückflog, sangen die Spieler immer wieder: „Olé, Spina!“ Gemeint war Leonardo Spinazzola, der sich gegen Belgien die linke Achillessehne riss. Tränen des Schmerzes und der Enttäuschung hatte der Pechvogel geweint, als er auf einer Trage aus dem Stadion transportiert wurde. Doch trotzig sagt der linke Außenverteidiger jetzt: „Der Traum der Azzurri geht weiter und mit dieser tollen Truppe ist alles möglich.“

Leonardo Spinazzola muss mit Achillessehnen riss aus dem Stadion getragen werden. Foto: Imago Images/GEPA

Insigne: „Ich habe noch nie so viel Spaß gehabt wie hier!“

Vom großartigen Teamgeist, den Nationaltrainer Roberto Mancini in die Mannschaft bekam, schwärmen alle. Torheld Lorenzo Insigne: „Ich habe so viel Spaß hier wie noch nie. Mit diesen Azzurri zu spielen, ist wie mit den Kumpels unter der Woche. Wir spielen alle mit einem Lächeln im Gesicht, das ist unser Geheimnis.“

Lorenzo (l.) Insigne feiert mit Nicolo Barella und Leonardo Bonucci sein Traumtor zum 2:0 gegen Belgien. Foto: Imago Images/Insidefoto

Nicht nur das! Italien hat plötzlich Freude am Offensivfußball. Diese neue Philosophie ist die Umkehr des typisch italienisch-coolen Spielverwaltens mit sicherer Defensive.

Insigne ist optimistisch, aber nicht übermütig: „Das ist der Höhepunkt meiner Karriere. Aber wir haben noch nichts erreicht. Wir versuchen jetzt, ganz weit zu kommen – für ihn.“ Für Spinazzola.

Danach wurde im Flieger wieder gesungen. „Notti Magiche“, den 31 Jahre alten WM-Hit von Rock-Queen Gianna Nannini. Zwei magische Nächte in London, das Halbfinale gegen Spanien und das Endspiel, fehlen noch. Mancini: „Wir gehen nach Wembley in dem Wissen, dass wir eine Mannschaft sind, die noch viel zeigen kann.“

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