Jogi Löw und Thomas Müller haben derzeit genug Gesprächsbedarf, wenn es um die Leistung des deutschen Teams geht. imago/Sven Simon

Müßiggang ist aller Laster Anfang, sagt der Volksmund. Doch bei so einem Turnier muss das mal erlaubt sein. Vor dem England-Kracher am Dienstag (18 Uhr/ARD) dürfen die Nationalspieler noch einmal ausspannen. Füße hoch und Köpfe frei, lautete die Ansage von Joachim Löw nach der emotional aufreibenden Vorrunde bei der Europameisterschaft.

Ihre Team-Blase durften die Spieler wegen der strikten Corona-Regeln aber nicht verlassen. Genug Zerstreuungsoptionen gibt es aber im weitläufigen „Home Ground“. Thomas Müller zupfte gedankenverloren an der Gitarre. Serge Gnabry staunte über die Fähigkeiten von Kai Havertz beim Kopfball-Tischtennis. Manuel Neuer ist ja bekannt als Fan des Paddle-Tennis. Ein Hauch von Landschulheim wehte durch Herzogenaurach.

Jogi Löw tüftelt weiter

Für Löw ging an dem von ihm selbst verordneten freien Tag der Nationalspieler der Countdown für den ersten Wembley-Showdown ohnehin weiter. An Arbeit mangelt es nicht.

Historisch viele Gegentore in der Gruppenphase, die skeptisch beäugte Dreierkette um Mats Hummels. Leroy Sané auf Formsuche und im kritischen Fokus der meinungsfreudigen Ex-Größen wie Stefan Effenberg bis Michael Ballack. Dazu die Fitness-Frage um Thomas Müller, der nach seiner Knieblessur gegen Ungarn schon wieder als Nothelfer gefordert war. Löw muss Taktik wie Personal weiter genau im Blick haben.