Zeigt die Zähne:  Xherdan Shaqiri aus der Schweiz  weiß da noch nicht, dass sein Doppelpack gegen die Türkei zu wenig ist, um sich direkt fürs Achtelfinale zu qualifizieren.  Foto: dpa/Ozan Kose

Italien gewinnt auch seine dritte Vorrundenbegegnung, besiegt Wales  mit 1:0 und wartet nun im Achtelfinale auf den Zweiten der Gruppe C - Österreich oder die Ukraine. 

Die Waliser um Gareth Bale schaffen es hingegen trotz Unterzahl – 65. Rot für den Ex-Leipziger Ethan Ampadu –, sich Rang in Gruppe A zwei zu sichern, weil den mit einer 1B-Besetzung angetretenen Italienern nicht mehr als das eine Tor durch Matteo Pessina gelingt (39.).

Doch auch damit stellen die Azzurri einen Uralt-Rekord aus den 30er-Jahren ein: Sie blieben im 30. Spiel in Serie ungeschlagen! Das 1:0 gegen Wales war Italiens elfter Sieg in Serie, in diesen Partien erzielte die Mannschaft 32 Tore und kassierte keinen (!) Gegentreffer. In dieser Verfassung ist die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini ein haushoher Titelfavorit. 

Eidgenossen fehlen zwei Tore

Der Gegner von Wales wird am Montag ab 21 Uhr in einem Dreikampf ermittelt. Selbst die bislang sieglosen Dänen könnten am Ende  Finnland und/oder Russland überflügeln.

Die Schweiz hingegen kam zwar zu einem zu keiner Zeit gefährdeten 3:1 (2:0)-Sieg gegen die Türkei, schaffte es aber nicht mehr Wales zu verdrängen. Dazu fehlten am Ende zwei Tore. Nun heißt es zittern und hoffen. 

Doppeltorschütze Xherdan Shaqiri nährte zwischenzeitlich die Hoffnungen der Schweiz auf einen direkten Einzug ins Achtelfinale.  Der Ex-Frankfurter Haris Seferovic brachte die „Leidgenossen“ in der 6. Minute in Führung, ehe Shaqiri (26., 68.) zweimal sehenswert traf. Irfan Can Kahveci (62.) gelang zwar das erste Tor für die Türkei bei dieser EM, konnte das blamable Aus des Halbfinalisten von 2008 als punktloser Gruppenletzter aber nicht verhindern.