Aua, das tut weh: Mats Hummels hat von Antonio Rüdiger einen Ball an den Kopf bekommen.  Foto: dpa/Federico Gambarini

Schönen Gruß von Winston Churchill – die deutsche Nationalmannschaft, die eigentlich in ihrem Campo Frankonia im Teamquartier in Herzogenaurach vor allem lächelnd für das offizielle EM-Mannschaftsfoto vor dem Mannschaftsbus posieren sollte, hatte mit Blut, Schweiß und Tränen zu kämpfen.

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Doch der Reihe nach. Mitten im Frühtraining heulten auf einmal die Alarmsirenen. Die Feuerwehr rückte unter Blaulicht mit mehreren Löschfahrzeugen an, konnte aber zum Glück unverrichteter Dinge wieder abziehen. Ein Feuermelder hatte ohne erkennbare Ursache einen Fehlalarm ausgelöst. 

Die Mannschaft hatte unbeeindruckt vom Alarm, weil sie im etwas abseits des Hauptkomplexes gelegenen Adi-Dassler-Stadion ihrem schweißtreibenden Fußwerk nachging, ihre Übungseinheiten fortgesetzt. Einzig Gladbachs Jonas Hofmann fehlte. Der hat sich eine noch nicht näher bekannt gegebene Knieblessur zugezogen, die zwar noch nicht seinen EM-Start grundsätzlich, wohl aber seinen Einsatz am Dienstag gegen Frankreich (21 Uhr, ZDF) fraglich erscheinen lässt. 

Während Champions-League-Sieger Kai Havertz vom Team artig die obligatorischen Geburtstagsglückwünsche zu seinem 22. Wiegenfeste entgegen nehmen konnte, ging es für Dortmund-Star Mats Hummels weniger erfreulich zu. Vor der kurzen Ansprache von Bundestrainer Jogi Löw bekam der Abwehrchef von Antonio Rüdiger aus kurzer Distanz einen Ball auf den Kopf gezimmert. Aufschreiend zuckte Hummels zusammen und biss sich dabei die Lippe blutig. Schmerzhaft sicherlich, aber kein großes Malheur.