So sehen Sieger aus: Leon Goretzka und Bundestrainer Joachim Löw freuen sich über den Einzug ins Achtelfinale. Contrast/Oliver Behrendt

Die Vorrunde der EM ist vorbei, die deutsche Nationalmannschaft steht im Achtelfinale, spielt da am Dienstag (18 Uhr) in Wembley gegen England. Ein echter Klassiker, der die Zitter-Bibber-Vorrunde mit dem Beinahe-Aus gegen Ungarn vergessen machen soll.

Bundestrainer Jogi Löw weiß um die Schwere der Aufgabe, ist aber davon überzeugt, dass gegen die bisher auch nicht überzeugenden Three Lions diese lösbar ist. Geht’s am Dienstag in die Hose, war es auch nach 15 Jahren und dem Höhepunkt WM-Titel 2014 Löws letztes Spiel als Bundestrainer. Logisch, dass Jogi sich einen besseren Abschied wünscht und dafür alles geben wird.

Der KURIER hat sich mal in der Berliner Sport-Szene umgehört, was Promis ihm zutrauen.

Fangen wir mal langsam an. Christian Benbennek (48) ist vom Fach, führte gerade erst Regionalligist BFC Dynamo fast schon sensationell zum Berliner Pokalsieg. Der Trainer gönnt seinem Kollegen natürlich den größtmöglichen Erfolg, glaubt aber dennoch, das im Achtelfinale mit einem 1:2 gegen England Feierabend ist. Benbenneks Tipp für den Europameister: Italien.

Optimistischer ist da Kanu-Legende Birgit Fischer (59). Die mit acht Gold- und vier Silbermedaillen immer noch erfolgreichste deutsche Olympionikin sieht Jogis Jungs im Halbfinale, das dann aber nach einem hochdramatischen Elfmeterschießen gegen Holland das Maximum ist. Für Birgit Fischer holt der Weltmeister den nächsten Titel, Frankreich ist ihr Top-Favorit.

Noch einen Schritt weiter geht Box-Trainer Ulli Wegner (79). Der Weltmeister-Macher, der schon oft bewiesen hat, dass er nicht nur glühender Fußball-Fan, sondern auch ausgesprochener Fachmann ist, sieht Deutschland im Endspiel. Für den ganz großen Coup reicht es dann gegen die im Moment in 30 Spielen ungeschlagenen Italiener aber nicht. 0:2 ist sein Final-Tipp.

Damit ist Wegner nicht allein. Auch für Harry Bähr, den Leiter des Berliner Olympiastützpunktes, lautet das Endspiel am 11. Juli in Wembley Italien gegen Deutschland. Auch Bähr tippt auf ein 0:2.

Das ist nichts für Frank Hördler (36), der Kapitän der Meister-Eisbären geht in die Vollen! Europameister wird – Deutschland. Mit einem umjubelten 1:0 gegen die Azzurri. Und wenn einer weiß, wie man Titel holt, dann Hördler. Acht Meistertitel im deutschen Eishockey hat kein anderer Spieler auf dem Konto.