Nicht nur Portugals Cristiano Ronaldo zeigte, dass die Hintermannschaft des DFB noch Steigerungsbedarf hat. imago/Marc Schueler

Vorne hui, hinten pfui! Die Erleichterung ist nach dem 4:2 gegen Portugal groß. Doch gut ist noch nicht alles in der DFB-Elf. Die Schwachstelle bleibt die fragile Defensive.

In der 15. Minute passierte das, was sonst eine Todsünde bei jedem C-Jugend-Team ist: bei einer eigenen Ecke in einen Konter laufen und das 0:1 kassieren. Dieses Tor von Cristiano Ronaldo war Ergebnis eines taktischen Dilettantismus und beweist, dass an der Balance zwischen Offensive und Defensive gearbeitet werden muss.

Jogi Löw nimmt es locker

Bundestrainer Jogi Löw tröstet sich zwar: „Wir haben auch nach dem 0:1 nicht den Faden verloren, Ruhe und Dynamik gut aufrechterhalten.“ Doch dieses Gegentor hätte nie fallen dürfen.

Konteranfälligkeit – das wird beim Gruppen-Finale gegen Ungarn noch massiver werden. Die Magyaren werden einen Neuner-Abwehrblock bilden und verstärkt auf Nadelstiche nach vorne setzen. Weiß auch Löw: „Das nächste Spiel wird vielleicht noch zäher, weil Ungarn tiefer steht.“

Ungarns Führung beim 1:1 gegen Frankreich sollten sich die DFB-Kicker noch mal in der Endlos-Videoschleife anschauen. Ein einfacher Doppelpass und ein Sprint von Attila Fiola reichten zum Treffer gegen den Weltmeister.