Hat er ihn hier beleidigt oder gar rassistisch beschimpft? Österreichs Marko Arnautovic soll beim Torjubel gegenüber Nordmadzedoniens Ezgjan Alioski ausfällig geworden sein. Die Uefa ermittelt.  Foto: imago/GEPA Pictures/Christian Walgram

Aufreger des Tages

Österreichs Marko Arnautovic droht der EM-Ausschluss. Die Uefa bestätigte am Dienstag die Einleitung eines Ethik- und Disziplinarverfahrens. Arnautovic war vorgeworfen worden, nach seinem Tor zum 3:1-Endstand den mazedonischen Spieler Ezgjan Alioski beleidigt und dabei auch rassistische Äußerungen getätigt haben. Nordmazedonien hatte am Montagabend eine Beschwerde an die Uefa geschickt. Arnautovic hatte zuvor am Montag die Kritik an seinem Jubel zurückgewiesen. „Das Publikum jubelte und ich konnte nicht genau hören, was Marko Arnautovic mir zurief“, so Alioski selber. 

Zahl des Tages: 6

Finnlands Keeper Lukas Hradecky (M.) und seine Kollegen hätten das Achtelfinale sicher, wenn sie am Mittwoch Russland schlagen. Foto: imago/Tomi Hänninen

Denn sechs Zähler garantieren bei der EM auf jeden Fall das Achtelfinale, auch wenn das betreffende Team nur Gruppendritter werden sollte. Das steht seit dem 0:0 zwischen Spanien und Schweden am Montagabend fest. Grund ist, dass in den Gruppen A und E der Gruppendritte keine sechs Punkte mehr erreichen kann. Mit sechs Punkten in einer Vierergruppe nur Dritter zu werden, ist ohnehin selten. Sollte dies aber in den Gruppen B, C, D und F passieren, werden diese Teams die vier besten Gruppendritten stellen. 

Geste des Tages

Dänemarks Trainer Kasper Hjulmand stellt es seinen Spielern frei, ob sie am Donnerstag gegen Belgien auflaufen wollen.  Foto: imago/Mads Claus Rasmussen

Dänemarks Nationaltrainer Kasper Hjulmand stellt es seinen Spielern frei, ob sie nach dem Zusammenbruch ihres Topstars Christian Eriksen beim nächsten EM-Spiel gegen Belgien dabei sein wollen oder nicht. „Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob jeder Spieler mental bereit sein wird, das Spiel am Donnerstag zu spielen. Und es ist in Ordnung, wenn es einige Spieler gibt, die emotional nicht bereit sind, gegen Belgien zu spielen“, sagte der frühere Bundesliga-Coach von Mainz 05.

Buhmann des Tages

Marcus Berg hätte der Held des Abends für die Schweden werden können. Nach seiner vergebenen Großchance entlud sich in den sozialen Netzwerken der Hass gegen den Stürmer.  Foto: AP/Pierre Philippe Marcou

Der schwedische Verband hat aufgrund von Hasskommentaren gegen Stürmer Marcus Berg Strafanzeige bei der Polizei gestellt. Der Nationalspieler war während des Spiels gegen Spanien (0:0) in den sozialen Netzwerken angefeindet worden, nachdem er in der 61. Minute eine Großchance vergeben hatte. „Ich habe mit Marcus gesprochen. Wir haben uns hingesetzt und gesammelt, was im Internet zu finden ist. Es ist mehr als genug, um das Gefühl zu haben, dass es über eine Grenze hinausgeht, die wir akzeptieren können“", sagte der Sicherheitschef des schwedischen Teams, Martin Fredman.