U21-Bundestrainer Stefan Kuntz erlebte mit Unions Nico Schlotterbeck und Herthas Arne Maier (v.l.) einen gebrauchten Tag.  Foto:  dpa

„Wir müssen gegen Belgien eine Schippe drauflegen“, forderte Herthas Arne Maier. Doch Deutschlands U21-Nationalmannschaft hörte nicht auf ihren Kapitän, kassierte in der EM-Quali gegen die Roten Teufel eine bittere 1:4 (1:1)-Pleite.

Vor allem, weil das Team von Trainer Stefan Kuntz früh gleich doppelt bestraft wurde: Bielefelds Verteidiger Amos Pieper flog wegen einer Notbremse vom Platz. Den Freistoß verwandelte Belgien zur 1:0-Führung (18.).

Zwar kämpfte sich das DFB-Team auch dank Unions Nico Schlotterbeck, der einen Elfmeter herausholte, wieder ran (31.). Doch durch die Unterzahl schwanden im zweiten Abschnitt die Kräfte, sodass Belgien noch dreimal zuschlagen konnte (51./60./76.).

Schon das Hinspiel Mitte November in Freiburg hatte der deutsche Nachwuchs mit 2:3 verloren. Neben den neun Gruppensiegern fahren zwar auch die fünf besten Zweiten zur zweigeteilten EM-Endrunde im kommenden Jahr. Nach der zweiten Niederlage im fünften Spiel dieser Qualifikation könnte das DFB-Team aber auch erstmals seit 2011 eine EM verpassen.

Um beim Turnier in Ungarn und Slowenien dabei zu sein, muss die U21 nun alle noch ausstehenden Spiele (Bosnien-Herzegowina, Wales und Moldau) gewinnen.