Saarbrückens Torhüter Daniel Batz wurde im Elfmeterschießen im Achtel- und Viertelfinale zum Pokal-Helden.  Foto: Imago Images

Er ist der Pokal-Schreck schlechthin: Saarbrückens Torhüter Daniel Batz (29) wurde als Elfmeter-Killer zum großen Helden des historischen Triumphs. Als erster Viertligist im Pokal-Halbfinale träumt der Underdog gegen Leverkusen (Dienstag, 20.45 Uhr/ARD) nun von der ganz großen Sensation.

„Das Geheimnis ist ganz simpel. In unserer Mannschaft rennt einfach jeder für den anderen. Wir sind immer positiv auf dem Feld, ein eingeschworener Haufen und wollen die Sensation schaffen“, erklärt Batz die bisherigen Coups gegen Regensburg, Köln, Karlsruhe und Düsseldorf.

Daran hatte er großen Anteil. Nachdem er bereits im Achtelfinale gegen den KSC zum Elfmeter-Helden wurde, setzte er im Viertelfinale gegen die Fortuna noch einen drauf, hielt erst einen Strafstoß in der regulären Spielzeit und vier im Elfmeterschießen.

Jetzt träumt Batz von Berlin: „Wir hoffen, jetzt im Halbfinale ein weiteres Highlight zu schaffen. Wir wollen alle gegen diese tollen Fußballer spielen, das ist eine große Herausforderung. Es ist natürlich wie bei David gegen Goliath.“

Feiertag fürs Saarland

Auch sein Trainer rechnet sich gegen die Werkself, die weiterhin auf ihren Topspieler Kai Havertz verzichten muss, etwas aus. „Wir bleiben demütig, aber selbstbewusst", sagte Lukas Kwasniok: „Von 100 Spielen gegen Leverkusen verlieren wir 99. Aber wir wollen den 9. Juni zum Feiertag im Saarland machen.“

Dass sein Verein aufgrund der Corona-Krise seit drei Monaten kein Spiel absolviert hat, sei in Bezug auf die Fitness  ein Nachteil: „Aber in einem Spiel spielt das keine große Rolle. Da kommt nach 60 Minuten das Adrenalin dazu und pusht dich durch das Spiel.“

Für zusätzlichen Rückenwind sorgt bei den Saarländern der 3.-Liga-Aufstieg. Nach sechs Jahren in der Regionalliga Südwest wurde der Spitzenreiter nach der abgebrochenen Saison am Grünen Tisch zum Meister erklärt. 

Dass das Halbfinale zum Geisterspiel wird, sei zunächst ein Nachteil für den Außenseiter. „Wir haben unseren zwölften Mann verloren. Wir müssen es mit elf gegen elf richten", erklärte Kwasniok. Und falls es tatsächlich wieder zu einem Elfmeter-Krimi kommt, stehen die Chancen dank Batz bekanntlich nicht schlecht.