Jenas Mittelfeldmann Theodor Bergmann (r.) , hier im Duell gegen die VSG Altglienicke, läuft ab sofort für den BFC auf. 
Jenas Mittelfeldmann Theodor Bergmann (r.) , hier im Duell gegen die VSG Altglienicke, läuft ab sofort für den BFC auf.  Imago

Der Nächste bitte! Der BFC Dynamo macht weiter Ernst auf dem Weg zur erhofften Meisterschaft. Drei Tage vor dem Start in die zweite Saisonhälfte am Freitag in Halberstadt (19 Uhr) schlagen die Hohenschönhauser noch einmal auf dem Transfermarkt zu. Mit Theodor Bergmann verpflichtet der BFC einen weiteren Mittelfeldakteur und gibt damit Trainer Christian Benbennek neue Variationsmöglichleiten an die Hand. 

Bergmann, 25 Jahre jung, kommt mit der Erfahrung von immerhin schon 95 Drittligaeinsätzen (5 Tore, 12 Assists) für seinen Stammverein RW Erfurt und den 1. FC Kaiserslautern. Zuletzt war er allerdings bei Dynamos Ligarivale CZ Jena unter Vertrag. Der wurde kurz nach dem Jahreswechsel fristlos gekündigt von den Thüringern.

Bergmann braucht Vertrauen

Über die Gründe wurde offiziell nichts bekannt. Bergmann gilt als nicht ganz unkompliziert. Unter der Hand wurden Gerüchte um seine Impfunwilligkeit und dubiose Umstände bezüglich seines Impfpasses gestreut. Eine offizielle Begründung blieb Carl Zeiss aus „arbeitsrechtlichen Gründen“ schuldig. Die Wahrheit ist bis heute nicht bekannt.

Fakt ist dagegen: Dieser Spielertyp ist in einer Winterpause für gewöhnlich schwer zu bekommen. Für Dynamo bedeutet es aber vor allem Ablösefreiheit. 

In der Hinrunde noch Gegner, künftig Kollegen: Dynamos Marcel Stutter und der nun Ex-Jenenser Theodor Bergmann (r.).
Imago
In der Hinrunde noch Gegner, künftig Kollegen: Dynamos Marcel Stutter und der nun Ex-Jenenser Theodor Bergmann (r.).

Der aus Bad Langensalza stammende Bergmann gilt als sensibel. In ihn gesetztes Vertrauen zahlt der 1,81 Meter große Spielmachertyp aber zurück. Bergmann ist der zweite Winterpausenzugang nach Sebastian Hertner. Benbennek hat für die zweite Saisonhälfte also größeren Handlungsspielraum, nachdem die Dynamos im ersten Saisonabschnitt doch stark vom Verletzungspech gebeutelt und personell arg in die Bredouille geraten waren.

BFC-Coach Benbennek erfreut 

Entsprechend happy ist Benbennek über seine neuen Möglichkeiten. Gerade weil in der Pandemiezeit immer mal schnell ein, zwei oder gar mehr Akteure ausfallen können. „Das sind feine Jungs. Wir haben gute Gespräche geführt. Die sind vom Kopf her klar. Und am Ball können die auch noch was“, so der 49-Jährige über seine Neuzugänge. 

Wird auch hilfreich sein. Denn aus dem sich zuletzt abzeichnenden Dreikampf zwischen dem BAK, Cottbus und Dynamo droht ein Vierkampf zu werden. Lok Leipzig hat nach dem 3:2 in Jena zwar noch sieben Zähler Rückstand auf den BFC, aber eben auch noch zwei Nachholspiele in Luckenwalde und gegen Rathenow in der Hinterhand. 

Lesen Sie hier mehr über den BFC  >>