Michael Blum würde gerne mit dem  BFC Dynamo den dritten Aufstieg seiner Karriere erleben. Foto: Patrick Skrzipek

Er hat (fast) alles erlebt. Oberliga und Regionalliga, 3. Liga und sogar den Bundesliga-Unterbau. Er hat zwei Abstiege mitgemacht mit Trier (2016/17) und Hansa Rostock (2011/12) und zwei Aufstiege gefeiert mit den Mecklenburgern (2011/12) und Chemnitz (2018/19). Ein Pfeildiagramm all seiner Stationen würde sich wie ein hübsches Gitternetz über die Republik legen. Mit Fug und Recht kann man sagen, dass Dynamos Michael Blum ein bewegtes Fußballerleben sein Eigen nennt. 

Doch trotz seiner 32 Lenze ist dem gebürtigen Düsseldorfer der Ehrgeiz nicht abhandengekommen. Wie heißt es so schön im Volksmund? Aller guten Dinge sind drei. Noch mal einen Spielklassenwechsel nach oben wäre für den Innenverteidiger eine hübsche Abrundung seiner Karriere. 

Zumal er jetzt im dritten Jahr bei den Weinrot-Weißen spielt. „So lange war ich eigentlich nur bei Hansa. Immerhin zweieinhalb Jahre. Ich fühle mich richtig wohl hier“, so Blum, der familiär bedingt auch die kommenden Jahre gerne in der Hauptstadt verbringen möchte. 

Ein Aufstieg – ja, es ist noch ein weiter Weg bis dahin – wäre da nicht schlecht. Dafür will er seine Erfahrung einbringen. Da kommt dem 1,89 m großen Innenverteidiger der Ostschlager am Freitag gegen seinen Ex-Klub Chemnitz (19 Uhr/Sportforum) gerade recht. Unter Flutlicht haben die Dynamos ja zu Hause in dieser Saison bislang eine weiße Weste. 

Irgendwelche Rachegelüste verspürt Blum aber nicht. „Ich hatte eine tolle Zeit in Chemnitz, auch wenn ich nicht so viel gespielt habe“, meinte der Blondschopf, der dem Hit entgegenfiebert. Allein schon, weil das Duell mit einem anderen Traditionsklub viele Emotionen verspricht. Auf dem Feld und auf den Rängen. In der Corona-Geisterspielzeit hat man erst gemerkt, „wie schön das ist, vor Fans zu spielen, wie wichtig so eine Kulisse ist“, so Blum.