Angefressen nach dem 1:2 gegen Lok: BFC-Trainer Christian Benbennek Patrick Skrzipek

Und nun? Sich ärgern? Sicherlich! Wegen einer verpassten Chance, sich abzusetzen. Auch weil die schöne Serie von fünf Dreiern in Folge gerissen ist. Aber rituelle Selbstzerfleischung steht beim BFC Dynamo auch nach dem 1:2 (0:1) gegen ein durch Corona arg dezimiertes Lok Leipzig bestimmt nicht auf der Tagesordnung.

„Ich fand uns mental nicht gut im Kopf, nicht frisch. Zu langsam. Wir sind beim Pressing immer erst dann losgelaufen, wenn der Ball schon angekommen ist. Und auch im Spiel mit dem Ball haben wir zu viele falsche Entscheidungen getroffen. Keine klaren Flanken auf Christian Beck geschlagen und eigentlich erst wirklich unser Gesicht gezeigt, nachdem wir den Anschlusstreffer gemacht haben“, so ein arg enttäuschter Trainer Christian Benbennek nach der Partie.

Regionalliga spielt verrückt

Ein bisschen kam sich der 49-Jährige so vor, als hätte ihm einer den Spiegel vorgehalten. „Wir kennen das, wie es ist, wenn man kaum Spieler zur Verfügung hat und viele ausfallen. Das schweißt manchmal ein Team noch mehr zusammen. So haben wir seinerzeit den Pokal geholt“, meinte Benbennek. Lok – angereist mit nur drei Ersatzspielern, darunter ein Torwart – hatte tatsächlich mit einer Jetzt-erst-recht-Mentalität aufwarten können, gegen die der BFC keine wirklichen Mittel fand.

Es ist schon eine verrückte Liga, in der jeder jeden schlagen kann. Ob Schlusslicht – schlagen Sie nach bei Rathenow gegen BAK (3:1) – oder Spitzenteam. Es ist und bleibt ein echter Marathonlauf, bei dem die Weinrot-Weißen in der Regionalliga Nordost immer noch mit ein paar Metern Vorsprung an der Spitze ihr Ding machen. 

BFC-Benbennek blickt nur nach vorn

Aber ein Selbstläufer ist halt gar nichts. Egal, wie gut man vorher gespielt hat oder welche Serie hinter einem liegt. „Ich möchte, dass jeder weiß, dass du dir jedes Spiel neu erarbeiten musst. Alles, was vorher war, musst du abhaken“, so Benbennek weiter.

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