Gänsehaut pur! Hunderte Fans empfingen die Dynamo-Profis, obwohl der Abstieg aus der 2. Liga so gut wie besiegelt ist.  Foto: dpa

Zuspruch in der bittersten Stunde! Hunderte Dynamo-Fans standen am Sonntag am Dresdner Flughafen Spalier, empfingen ihr Team bei der Rückkehr vom Auswärtsspiel in Sandhausen mit Applaus und Sprechchören. Der So-gut-wie-Absteiger prüft wegen des Restarts nach der Corona-Pause die Chance auf eine Klage. 

„Wir müssen klarstellen, dass dieser Wettbewerb so nicht hätte gehen können“, erklärt Dynamo-Geschäftsführer Michael Born. Der 52-Jährige sieht sein Team klar benachteiligt. Die Sachsen konnten im Abstiegskampf erst mit Verspätung und mit einem Mammutprogramm wieder in den Spielbetrieb starten, nachdem das Team wegen positiver Corona-Tests zwei Wochen in die häusliche Quarantäne gezwungen war.

Die Elf von Markus Kauczinski hatte zwar mit 1:0 in Sandhausen gewonnen, kann wegen eines gleichzeitigen 3:3-Remis von Karlsruhe gegen Bielefeld den Klassenerhalt nur noch sehr theoretisch schaffen. Dresden müsste am letzten Spieltag 15 Tore aufholen. Eine unmögliche Aufgabe.

Daher prüft der Klub nun eine Klage gegen die Deutsche Fußball-Liga (DFL). „Wir werden das intensivieren und schauen, ob es Möglichkeiten gibt und Chancen“, sagte Born. Sein Team sei unnötig „in einen engen Terminplan gezwängt worden“. In anderen Ländern sei es auch möglich, bis in den Juli die Saison weiterzuspielen.

Bereits vergangene Woche hatte Verteidiger Chris Löwe seinen Frust über die Saison und das Mammutprogramm geäußert und dabei die DFL und deren Bosse scharf kritisiert: „Wir sind am Ende die, die den verfickten Preis bezahlen für den ganzen Scheiß."