Schaut mit Dresden in den 3.-Liga-Abgrund: Dynamo-Coach Markus Kauczinski. Foto: dpa

War's das schon für Dynamo? Die 3. Liga rückt für Dresden immer näher. Nach dem 0:4 in Bielefeld konnte auch Trainer Markus Kauczinski (50) seinen Frust nicht verbergen.

„Wir haben nicht die Kraft und die Energie, nach dem 0:2 noch mal zurückzukommen. Dafür ist das Programm zu beschissen die ganze letzte Zeit. Wo soll man diese Kraft hernehmen?", fragte Kauczinski nach dem sechsten Spiel in 16 Tagen.

Zur Erinnerung: Aufgrund zweier Corona-Fälle hatten das gesamte Dresdner Trainerteam sowie der Kader auf Anordnung des Gesundheitsamtes vom 9. Mai an für zwei Wochen in häuslicher Quarantäne verbracht, während alle anderen Teams bereits am 16. Mai wieder starteten. „Uns wurde das aufgebürdet. Wir sind nun mal die, die den Preis bezahlen. Mir tun die Jungs leid. Sie stehen auf und versuchen, immer wieder anzukämpfen“, erklärte Kauczinski. „Aber wir werden am Ende immer müde, egal, in welcher Konstellation."

Nur ein Wunder hilft 

Gegen Bielefeld hielt sein Team zunächst mit – bis zum 0:2 (62.). Stürmer Patrick Schmidt hatte sogar den Ausgleich auf dem Fuß (23.). „Er ist allein vor dem Tor, da kann er das 1:1 machen", ärgerte sich Kauczinski: „Du musst diese kleinen Momente nutzen, um so ein Spiel offenzuhalten. Das ist uns heute nicht gelungen."

Nun trennen die Sachsen drei Spieltage vor Schluss fünf Punkte auf den Relegationsplatz. Dynamo braucht ein Wunder, um den Abstieg in die 3. Liga noch zu verhindern.

Aufgeben will Kauczinski nicht, sagt aber auch: „Alles oder Nichts spielen wir die ganze Zeit. Seit einem halben Jahr stehen wir am Tabellenende, haben immer wieder den Anschluss geschafft, aber dieses ganze Corona-Gedöns hat uns leider die Füße unter dem Boden weggezogen.“ Dennoch verspricht er: „Die Jungs kämpfen und werden nicht aufhören, die Chance, die vielleicht noch da ist, zu ergreifen.“