Schreckliche Bilder vom Afrika-Cup: Beim Spiel von Gastgeber Kamerun gegen die Komoren kam es zu einer Massenpanik mit Toten und vielen Verletzten. dpa

Drama beim Afrika-Cup in Kamerun! Weil offenbar mehr Leute ins Stadion wollen und Ordner die Tore schließen, kommt es am Montagabend beim Achtelfinal-Spiel von Gastgeber Kamerun gegen die Komoren (2:1)  zu einer Massenpanik mit acht Toten und mindestens 50 Verletzten.

Die Bilder und Videos lassen nur ansatzweise erahnen, welch grausame Szenen sich vor dem Südeingang und den Toren des Olembe-Stadions, wo die Panik ausgelöst wurde, abgespielt haben.

Afrika-Cup: Sicherheitsbedenken in Kamerun

Was war passiert? Aufgrund von Corona-Vorgaben war die Kapazität des Stadions von eigentlich 60.000 auf 48.000 Besucher herabgesetzt worden. Laut Zeugen schlossen Ordner die Eingangstore zum Stadion. Die Fans versuchten dennoch Einlass zu finden. Auf Fotos ist zu sehen, wie mehrere Menschen – auch Kinder – am Boden liegen und andere versuchen, ihnen offenbar Hilfe zu leisten.

Das Gesundheitsministerium Kameruns erklärte, die Opfer seien „sofort“ in Krankenwagen abtransportiert worden, aber „starker Verkehr verlangsamte den Transport“. Der afrikanische Kontinentalverband CAF teilte mit, er untersuche die Situation und versuche, mehr Details über die Geschehnisse zu erfahren. Am Dienstag will der Verband eine Krisensitzung mit dem Organisationskomitee abhalten.

Immer wieder Tragödien im Fußball

Kamerun ist nach 1972 erst zum zweiten Mal Gastgeber des Afrika-Cups. Schon 2019 sollte das Land in der Mitte des Kontinents Gastgeber sein, bekam das Turnier aber wieder entzogen, weil es Bedenken gab, die Stadien würden nicht geeignet sein. Ägypten richtete das Äquivalent zur Europameisterschaft damals aus.

In der Vergangenheit hat es im Fußball bereits mehrfach Tragödien dieser Art gegeben. 2015 kamen in Kairo bei einer Massenpanik 19 Menschen ums Leben. 2001 starben 43 Personen im Johannesburger Ellis-Park-Stadion während eines Spiels zwischen den Orlando Pirates und den Kaizer Chiefs. Im Oktober 1996 hatte es bei einem WM-Qualifikationsspiel von Gastgeber Guatemala gegen Costa Rica gar 90 Tote gegeben.

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