Lucien Favre macht sich Sorgen wegen der vielen Reisen seines BVB-Teams in Corona-Zeiten. Foto: AFP

Champions-League-Reisen waren wirklich schon mal schöner. Am Montag bestiegen die BVB-Profis den Flieger Richtung Rom. Doch der Dortmunder Flughafen war fast leer. Pandemie-Zeit heißt nicht nur Geisterspiele, sondern auch Geister-Airports. Im Gepäck hatte Borussia-Trainer Lucien vor dem heutigen Spiel gegen Hammergegner Lazio Rom (21 Uhr) dazu noch jede Menge Sorgen.

Die Angst vor Ansteckungen mit dem fiesen Virus zum Beispiel. „Es werden mehr Fälle kommen, es ist nicht gut zu reisen. Ich denke, wir müssen aufpassen“, erklärte der Schweizer Übungsleiter.

Und da ist auch die Furcht vor einer Überbelastung seiner Profis wegen des straffen Terminplans. Der BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke mit Positivismus entgegentreten will: „Vieles, was als Müdigkeit abgespeichert wird, spielt sich im Kopf ab. Das darfst du einfach nicht zulassen.“

Alles reine Kopfsache? Da ist es wohl nicht. Auch der Körper muss durchhalten. Dortmund hat Personalsorgen und heute in Rom mit Mats Hummels nur einen Innenverteidiger. Weil Manuel Akanji (Corona-Quarantäne), Dan-Axel Zagadou (Knie), Nico Schulz (Muskelfaserriss) und Emre Can (Rot-Sperre) fehlen, muss Favre wieder mal improvisieren.

Da hat es RB Leipzig beim ersten Königsklassenspiel gegen den türkischen Exoten und Überraschungsmeister FK Basaksehir im eigenen Stadion wesentlich einfacher, auch wenn die Leipziger Behörden wegen Corona die Zuschauerzahl auf nur 999 beschränken. Der Halbfinalist vom Sommer stapelt tief. Trainer Julian Nagelsmann: „Es ist eine Mannschaft mit unglaublich viel Erfahrung. Sie haben viele Spieler, die viel erlebt haben.“