Rekord-Bubi Youssoufa Moukoko (r.) feiert mit Mats Hummels (l.) und Lukasz Piszczek Dortmunds Ausgleich in St. Peterburg. Foto: Dmitri Lovetsky/AP/dpa

Ergebnis-Krise beendet! 2:1 (1:0) gewinnt Borussia Dortmund vor 15.700 Zuschauern bei Zenit St. Petersburg und damit auch die Gruppe F. Noch schöner: Trainer Lucien Favre wechselte in Minute 58 sein Wunderkind ein. Damit ist Youssoufa Moukoko im Alter von 16 Jahren und 18 Tagen jetzt jüngster Spieler in der Geschichte der Königsklasse.

Im Eisschrank St. Petersburg (minus fünf Grad) fehlte dem BVB fast eine komplette Mannschaft:  Neben Torjäger Erling Haaland, Thomas Meunier und Thomas Delaney wurden auch Manuel Akanji und Raphael Guerreiro nicht rechtzeitig fit. Mo Dahoud, Reinier und Mateu Morey waren gleich daheim geblieben, Jadon Sancho, Gio Reyna und Torhüter Roman Bürki, der eine Pause wollte und von Marwin Hitz vertreten wurde, saßen zunächst draußen.

Kein Wunder, dass St. Petersburg durch Sebastian Driussi, dessen Schuss Mats Hummel unhaltbar abfälschte, in Führung ging. Der BVB brauchte lange um halbwegs auf Betriebstemperatur zu kommen. In Halbzeit zwei war es dann so weit: Lukasz Piszczek glich aus (68.), Ex-Zenit-Star Axel Witsel machte mit dem 2:1 (78.) alles klar.

Wichtiger als der Sieg war dem BVB nur die Sicherheit im Corona-Hotspot St. Petersburg. Nach einem Trainingsplatz hatte sich Dortmund gar nicht erst umgeschaut. Das Motto hieß: Flughafen - Hotel - Spiel - Flughafen. Dementsprechend dehnten sich die Spieler am Mittag auf einem Teppich im Hotelsaal, für 2.15 Uhr in der Nacht auf Mittwoch war schon die Landung in Paderborn vorgesehen.