Borussia Dortmund hofft, dass Mats Hummels zum Klassiker gegen den FC Bayern fit wird. Foto: Imago Images

Diesmal soll alles anders werden zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern. Ein Klassiker, der diesen Namen verdient. Und nicht ein Langeweiler wie so oft in letzter Zeit – mit einem ziemlich chancenlosen BVB. Erstmals seit elf Jahren gehen die beiden Mannschaften punktgleich in ein direktes Duell. Dennoch ist die Hackordnung klar: Der BVB bleibt am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) im Geister-Gipfel der Herausforderer, der bei einer Niederlage schon wieder fürchten muss, früh in der Saison in der Tabelle distanziert zu werden.

Der BVB stellt mit nur zwei Gegentoren aktuell das beste Bollwerk der Liga. Allerdings wird es das auch brauchen, um Bayerns Offensivmaschine um Robert Lewandowski aufzuhalten. „Ich sehe uns auf einem ganz guten Weg. Wir brauchen diese Punkte“, sagte Sportdirektor Michael Zorc. Nach zuletzt vier Zu-Null-Siegen über Schalke (3:0), St. Petersburg (2:0), Bielefeld (2:0) und Brügge (3:0) ist der Glaube an den ersten Sieg über die Bayern in der Liga seit zwei Jahren nicht nur bei Zorc gewachsen.  Zumal der BVB mit Erling Haaland ja auch über einen torgewaltigen Stürmer verfügt. Allerdings ist noch offen, ob der am Oberschenkel verletzt Abwehrboss Mats Hummels mitmachen kann.

Bayern-Trainer Hansi Flick zeigt sich davon unbeeindruckt vom Dortmunder Optimismus und kontert gelassen „Die Mentalität, der Siegeswille sind einfach top. Es ist schon herausragend, was wir in den letzten Wochen und Monaten geleistet haben", sagt er. Einzig beim Ausrutscher gegen Hoffenheim (1:4) gingen die Münchner als Verlierer vom Platz.  Kapitän Manuel Neuer erlaubte sich als gebürtiger Gelsenkirchener und Ex-Schalker eine kleine Stichelei: „Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn man weiß, man hat Dortmund geschlagen.“