Später Jubel. Heidenheims Konstantin Kerschbaumer (r) erzielte den Siegtreffer gegen den HSV. j

Wird die Elbe zum Jammertal der Zweiten Liga? Keiner sollte sich wundern, wenn der Fluss demnächst Hochwasser führt aufgrund der vielen Tränen. Stromabwärts hat Dynamo Dresden nach dem 1:0 in Sandhausen durch Marco Hartmann (90.) zumindest weiter noch eine theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Denn die Konkurrenz hatte für sie gespielt, Wehen-Wiesbaden vergeigt, Karlsruhe musste trotz toller Aufholjagd sich mit einem 3:3 gegen Bielefeld begnügen nach 0:3-Rückstand. Dynamo hat also noch einen Strohhalm.

Stromaufwärts verpasst der einstige Bundesliga-Dino HSV in Heidenheim wenigstens den Relegationsplatz sicher zu stellen. Durch das 1:2 überholt Heidenheim den HSV. Nur noch Platz vier für die Hanseaten.

Dresdens Marco Hartmann jubelt über das Tor zum 0:1.  Foto: Uwe Anspach/dpa

Drama, Baby, Drama. Wie man Hausaufgaben erledigt, zeigt der VfB Stuttgart. 6:0 in Nürnberg. Und was machen die Rothosen? Das Spiel in Heidenheim. Zunächst. Sie bringen den Jäger sogar auf Distanz als Joel Pohjanpalo den einstigen Bundesliga-Dino kurz nach der Pause mit dem 1:0 in Front bringt (46.). Doch die Hausherren geben sich nicht geschlagen. Ein Eigentor von Louis Jordan Beyer bringt Heidenheim wieder heran (80.). Und dann trifft Konstantin Kerschbaumer in der fünften Minute der Nachspielzeit.

Der HSV muss nun am kommenden Sonntag Sandhausen schlagen und darauf hoffen, dass Heidenheim bei der Arminia nicht gewinnt. Für Dresden gilt: Ein Dreier gegen Osnabrück muss her. Und Karlsruhe und Wehen-Wiesbaden dürfen nicht gewinnen. Und dann wäre da noch die Tordifferenz! 14 Treffer gälte es auf die Badener gut zu machen ... Drama, Baby, Drama.