Der Ball soll bald wieder rollen.  Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Es ist nur Punkt 11 – übrigens noch vor Öffnungen für die Gastronomie, Kulturbetriebe oder Bordellen - auf der Beschlussvorlage, über die Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) heute mit den 16 Ministerpräsidenten der Bundesländer entscheiden muss. Doch es ist die Lockerung der Corona-Maßnahmen, auf die der Profi-Fußball wartet. Die „Bild“ veröffentlichte am Mittwoch das sechsseitige Papier. Und darin ist grünes Licht vorgesehen für die Bundesligen. Hurra, der Ball darf wieder rollen.

Doch es gibt einen Wermutstropfen im Freudenbecher. Mit dem erhofften Start in neun Tagen am 15./16. Mai wird es wohl nichts werden. Alles deutet auf einen Wiederbeginn eine Woche später am 22./23. Mai hin. Denn dem Beginn des Spieltriebs muss eine 14-tägige Quarantänemaßnahme vorgeschaltet werden. Mit anderen Worten, die 36 Klubs der beiden Profilgen müssen sich in die Isolation eines Trainingslagers begeben. Die DFL rechnet fest mit einem positiven Beschluss der Politik.

Die 36 Vereinsvertreter treffen sich am morgigen Donnerstag zu einer Videokonferenz, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Doch damit ist nicht sichergestellt, dass die Saison – anders als in Frankreich, Holland oder Belgien – ordnungsgemäß zu Ende gebracht wird. Alles steht und fällt mit der Gesundheit der Protagonisten. Sollte eine zweite Pandemiewelle über das Land und den Sport hereinbrechen, könnte alles ganz schnell wieder kassiert werden.