Sebastian Hoeneß  wird neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim. Foto: Uwe Anspach/dpa

Die Bundesliga hat wieder einen Hoeneß. Fast 50 Jahre nachdem sein Onkel Uli erstmals für die Bayern in Deutschands Eliteliga stürmte, 43 Jahre nachdem sein Papa Dieter im Dress des VfB Stuttgart in Deutschlands höchster Spielklasse debütierte, betritt Sebastian Hoeneß die ganz große Bühne. Aber nicht als Spieler wie einst bei den Amateuren von Hertha BSC, sondern als Trainer an der Seitenlinie.

Die TSG Hoffenheim sicherte sich die Dienste des 38-Jährigen, der die Reserve des FC Bayern in der 3. Liga zur Meisterschaft geführt hatte. Bei den Kraichgauern, für die er einst in der viertklassigen Oberliga sowie der damals drittklassigen Regionalliga Süd einige Spiele zwischen 2006 und 2008 absolvierte, erhält Hoeneß gleich einen Vertrag bos 2023! 

Ein mutige Entscheidung, die da in Sinsheim gefällt wurde. Sportchef Alexander Rosen bezeichnete Hoeneß nun als "Wunschlösung", dessen "Auffassung von Fußball hervorragend zur Philosophie und Strategie der TSG passt".

Hoeneß muss sich in seinem ersten Jahr als Profitrainer gleich auch noch international beweisen und hat sich einiges vorgenommen: "Die Arbeit bei der TSG Hoffenheim ist eine große Herausforderung, auf die ich mich enorm freue. Die grundsätzliche Philosophie des Klubs ist identisch mit meiner Idee von Fußball - offensiv, mutig, flexibel und immer aktiv", so Hoeneß, der seinen bisherigen Co-Trainer David Krecidlo (36) mitbringt und mit den Sinsheimern  am 2. August das Training aufnehmen wird.

Hoeneß wird damit also Nachfolger des im Juni entlassenen Niederländers Alfred Schreuder an. Unter einem sechsköpfigen Interims-Trainerteam hatte Hoffenheim anschließend in der Liga noch Platz sechs erreicht und sich für die Europa League qualifiziert.