Angefressene Bayern-Stars Niklas Süle und Corentin Tolisso nach den jüngsten beiden Rückschlägen. imago/osnapix

Ungewohnte Töne aus München. Also von dort, wo sonst immer das furchteinflößende „Mia san mia“ gepredigt wird. „Wir haben nach wie vor drei Punkte mehr als letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt. Es ist nicht alles schwarz, aber es ist auch nicht alles weiß. Es gibt immer ein paar Graustufen“, so Bayern-Trainer Julian Nagelsmann vor dem bayerisch-fränkischen Derby gegen Fürth am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN).

Beim Branchenprimus ist man ins Grübeln gekommen, warum es in diesem Jahr bisher nicht so läuft. Mit nur neun Punkten aus fünf Spielen belegen die Münchner derzeit nur Rang fünf in der Rückrundentabelle. Das 2:4 in Bochum und auch das erst spät gesicherte 1:1 in der Champions League in Salzburg nagen am Selbstbewusstsein des Tabellenführers. Und das vor einem Spiel gegen das Schlusslicht.

Nagelsmann hatte Redebedarf

Der Vorsprung auf die auch nicht gerade Bäume ausreißenden Dortmunder ist auf sechs Zähler geschrumpft. „Man überlegt schon, warum wir nicht so im Flow sind“, meinte Nagelsmann nachdenklich. Die Angst der Gegner, eine Watschen zu bekommen, ist futsch. Und damit ein großer Pluspunkt für die Münchner.

Fußball wird im Spitzenbereich oft im Kopf entschieden. „Der Kopf trägt manchmal mehr dazu bei als die Beine“, betonte Nagelsmann. In den vergangenen Tagen habe er deshalb „viele Gespräche“ mit seinen Spielern geführt. Noch ein Rückschlag und der Nobelklub von der Isar wird in seinen Grundfesten erschüttert.

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