Quo vadis Bundesliga? Die Klubs sind sich nicht einig, was bei einem Saisonabbruch gelten soll.  Foto: dpa

Einig waren sich die 36 Klubs schnell, wenn es um den Liga-Restart und die damit verbundene Ausschüttung der TV-Millionen ging. Nun ist die Solidarität dahin.

Die 18 Erstligisten zofften sich am Mittwoch in einer Video-Konferenz so sehr über die Frage, was bei einem Saisonabbruch passiert (zehn Klubs wollen die dann aktuelle Tabelle mit zwei festen Absteigern werten, acht nicht), dass der Punkt für die heutige Präsidiumssitzung der deutschen Fußball-Liga (DFL) gestrichen wurde. Zur wirksamen Beschlussfassung würde allerdings die einfache Mehrheit genügen.

Weitere pikante Themen, die eine Satzungsänderung (hier ist eine Zweidrittelmehrheit nötig) bedürfen, sollen dagegen am Donnerstag beschlossen werden:

  • Alle 34. Spieltage und die Relegationsspiele sollen notfalls über das eigentliche Saisonende am 30. Juni hinaus ausgetragen werden – soweit das rechtlich überhaupt möglich ist.
  • Die DFL plant, den Klubs das Heimrecht entziehen zu können. Hintergrund: Die Liga will sicher gehen, das weder eine kritische Landespolitik ( wie in Bremen) noch einzelne Gesundheitsämter (wie zuletzt in Dresden bei Dynamo) dem gesamten Spielbetrieb einen Strich durch die Rechnung machen.