Bundestrainer Joachim Löw kam mit weißem Mundschutz im Teamhotel an. Foto: Imago Images

Corona sorgt dafür, dass sich die DFB-Kicker im Teamhotel noch mehr wie in einem Hochsicherheitstrakt fühlen müssen. In diesen Tagen heißt die Devise noch mehr denn je: Abstand halten! Damit vor dem Spiel in der Nations League gegen Spanien am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) auch ja nichts mehr schiefgeht.

In den engen Straßen des schicken Vorortes Degerloch patrouilliert die Polizei. Wo sich sonst Autogrammjäger am Hoteleingang drängen, verfolgte diesmal höchstens ein Dutzend Fans aus gehörigem Sicherheitsabstand die Ankunft der maskierten Nationalspieler. Immerhin, ein Junge schaffte es trotz der Corona-Regeln bis ganz nah ran und bekam als Lohn ein Selfie mit Jungstar Kai Havertz (21).

Bevor Bundestrainer Jogi Löw (60) am Montagabend die Mannschaft auf dem Platz der in die Oberliga abgestürzten Stuttgarter Kickers nach der Zwangspause um sich scharte, stand der erste Corona-Test für den DFB-Tross an. Der war die Voraussetzung, dass die Mannschaft als Gruppe zusammenkommen darf.

In den nächsten Wochen wartet ein Mammutprogramm auf die Nationalkicker. Bis Mitte November stehen acht Spiele an. Auch deshalb verzichtete Löw noch auf die Champions-League-Sieger des FC Bayern. Einzig Niklas Süle (24), der ja gerade erst von einem Kreuzbandriss genesen ist, reiste mit Neu-Teamkollegen Leroy Sané (24) an. „Da müssen wir einfach vorausschauend denken und handeln. Im nächsten Jahr an der EM werden wir alle gemessen“, begründete Löw den freiwilligen Verzicht auf die Stammkräfte.

Dennoch nimmt Löw die Nations League ernst. Gerade nach dem Abstiegsdebakel vor zwei Jahren. „Die Nations League ist ein sehr guter Wettbewerb, die Mannschaften sind auf sehr hohem Niveau. Das ist auch gut für unsere Entwicklung der jungen Spieler“, sagt er.