Bundestrainer Jogi Löw wirkte nach dem 1:1 in Basel angefressen. Foto: Imago Images

Leckerbissen hatte die DFB-Elf in den vergangenen Tagen nicht wirklich zu bieten. Auch das 1:1 in der Schweiz war sehr magere Kost. In der Nations League ist Deutschland ein Entwicklungsland, noch kein Sieg gelang seit der Premiere 2018. Damit befindet man sich in der Gesellschaft von Fußballzwergen wie San Marino oder Andorra. Kein Wunder, dass Bundestrainer Jogi Löw diese Schreckensbilanz schnellstmöglich aufpolieren möchte.

Und es dauert nicht lange, bis es reichlich Gelegenheiten dafür geben wird. Im heißen Herbst mit insgesamt noch sechs Spielen „werden wir mit der vollen Kapelle antreten“, kündigte der Bundestrainer nach dem Unentschieden in Basel an. Dann sollen die vier Münchner Triple-Helden um DFB-Kapitän Manuel Neuer, die Leipziger Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann sowie Marco Reus aus Dortmund zurückkommen. Im Oktober und November, „werden wir richtig angreifen. Dann werden wir auch Spiele gewinnen“, gibt sich Löw angriffslustig.

Das DFB-Team hat inzwischen reichlich Erfahrung darin, Führungen noch aus der Hand zu geben. Zuletzt passierte das häufig in Spielen gegen Top-Nationen wie Frankreich, Argentinien oder am Donnerstag Spanien (1:1). „Das ist ärgerlich", sagte Löw verärgert, „das zieht sich durch, daran müssen wir arbeiten.“

Bei der EM im kommenden Sommer (11. Juni bis 11. Juli) warten in der Vorrunde Weltmeister Frankreich und Titelverteidiger Portugal. Bis dahin muss so ziemlich alles besser werden. In der vierwöchigen Pause will Löw mit seinen diesmal geschonten Stars in Kontakt treten. Denn ohne die Bayern-Stars Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Serge Gnabry in Bestform wird es verdammt schwierig. „Dann werden wir auch lauter sein.“ Auf mit Gebrüll in den Herbst!