Fans von RB Leipzig am Samstagabend im Berliner Olympiastadion dpa/Soeren Stache

Neue Fanattacke oder böser Streich eines Trittbrettfahrers? 3000 Fans des Pokal-Finalisten RB Leipzig feiern vor der Begegnung im Berliner Olympiastadion, als Unbekannte Buttersäure in der Menge verschütten.

Vor dem DFB-Pokal-Finale in Berlin ist auf dem Fanfest des Finalisten RB Leipzig mutmaßlich Buttersäure von Unbekannten verschüttet worden. Es habe keine Verletzten gegeben, sagte eine Sprecherin der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe zwei Zeugen. Es werde vermutet, dass es sich um Buttersäure gehandelt habe. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über den Vorfall auf dem Hammarskjöldplatz an der Messe Berlin berichtet.

Die Hintergründe des Vorfalls seien noch unklar, sagte die Sprecherin. Die Ermittlungen laufen. Es gebe keine Hinweise auf einen Bezug zur Fanszene des Gegners der Leipziger im Endspiel am Samstagabend im Berliner Olympiastadion, dem SC Freiburg. Nach Angaben der Leipziger hatten auf dem Fanfest rund 3000 Anhänger gefeiert. In unmittelbarer Nähe, am Theodor-Heuss-Platz, versammelten sich zeitgleich mehrere Tausend Freiburg-Fans für einen Fan-Marsch. Polizei und Sicherheitskräfte stellten sicher, dass die Fan-Szenen nicht aufeinander trafen. Es sei friedlich geblieben, sagte die Sprecherin der Polizei.

Fußball-Brutalo hatte Hertha-Fan mit Faustschlag niedergestreckt

Wenige Tage zuvor war es beim ersten Relegationsspiel von Hertha BSC zu einem brutalen Zusammenstoß unter Fußballfans gekommen: Ein Anhänger des Zweitligisten Hansa Rostock hatte einem Hertha-Fan nach dem Sieg des Rivalen HSV mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Das Opfer schlug mit dem Kopf auf dem Gehweg auf und wurde verletzt. Der unbekannte Schläger entkam, die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Am Montag läuft das Rückspiel in Hamburg. Ein Unentschieden würde dem HSV für einen Verbleib in der 1. Bundesliga reichen. Sat1 überträgt das Spiel live ab 20.30 Uhr.