Fritz Keller ist seit 15 Monaten im Amt. Innerhalb des DFB-Präsidiums gibt es eine Opposition. Foto: dpa

Unions Boss Dirk Zingler kritisierte den DFB heftig. Auch der Präsident des Fußballbundes, Fritz Keller, ist bei seiner Neujahrsansprache sehr nachdenklich.

Keller erklärt, dass die Corona-Krise gezeigt hat, „wie wichtig es ist, respektvoll miteinander umzugehen und wie wichtig es ist, Rücksicht auf andere zu nehmen“. Er deutet damit einen Machtkampf innerhalb des DFB an. Es haben sich in der Frankfurter Zentrale zwei Lager herausgebildet, die jeweils von den Vizepräsidenten Peter Peters und Rainer Koch angeführt werden.

Peters, ein Keller-Freund, beklagte öffentlich „unfassbar viele Indiskretionen“, als es um die Zukunft von Bundestrainer Jog Löw ging. und „fehlendes Miteinander in der Spitze ohne jedes Vertrauen“. Das brachte ihm eine Rüge von der Koch-Fraktion ein. Keller unterschrieb diesen Brief nicht.

Auch die DFL ist schon lange nicht mehr amüsiert. Boss Christian Seifert sprach unverhohlen von einem „sehr unwürdigen Schauspiel an Illoyalität“. Für Keller wird das Jahr 2021 wohl ein Schicksalsjahr. Scheitert Löw bei der EM, muss er wohl auch gehen.