Unions Grischa Prömel (l.) und Herthas Matteo Guendouzi dürfen am Ostersonntag im Derby gegeneinander antreten.  Foto: Imago

Helle Aufregung von Köpenick bis Westend! König Fußball und vor allem das heißersehnte Derby zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC am Ostersonntag (4. April, 18.30 Uhr) fallen der Corona-Pandemie zum Opfer. Hieß es. Doch der Berliner Senat dementierte die Meldung innerhalb von nur 25 Minuten. Einen Dämpfer müssen die Fans dennoch hinnehmen.

Während alle noch im Kleingedruckten wühlten, um die neuesten, erst in der Nacht beschlossenen Lockdown-Regeln der Bundesregierung im Detail zu verstehen, platzte aus der Sitzung des Berliner Senats die vermeintliche Corona-Bombe: An Ostern muss alles ruhen – selbst der bisher privilegierte Profifußball darf nicht mehr. Wann und sogar ob das Berliner Derby nachgeholt wird, sei völlig offen.

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Doch bevor die Bosse an der Wuhle und im Olympiapark überhaupt in Schnappatmung gerieten, stellte Innensenator Andreas Geisel (SPD) klar: „Der Senat hat lediglich entschieden, dass das Spiel ohne Zuschauer stattfinden muss.“

Pilotprojekt vorerst auf Eis 

Ganz aus dem Schneider ist der Fußball damit allerdings noch nicht. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bestätigte, dass es noch Gespräche zwischen Politik und Fußball geben wird. Müller: „Das muss bundeseinheitlich geklärt werden.“

Definitiv vom Tisch ist derzeit das für das Derby geplante Pilotprojekt zur Rückkehr von Zuschauern. Union will zeitnah wieder einige Tausend Zuschauer in die Alte Försterei lassen – nach vorheriger Corona-Testung und unter Einhaltung der Hygieneregeln. 

Vorerst werden Union und Hertha also ordentlich durchpusten. Eine Absage des Derbys hätte den ohnehin engen Terminkalender mächtig durcheinandergewirbelt.

Nun hoffen die Klubs, dass ihre ausgeflogenen Nationalspieler auf den Länderspielreisen gesund bleiben, um dann im Prestigeduell die bestmögliche Elf auf den Rasen zu schicken – und den Fans zumindest vor den Bildschirmen ein Fußballfest zu liefern.