Engagiert wie in seinen jungen Jahren: BFC-Heimkehrer Matthias Steinborn.
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Patrick Skrzipek

Es gibt nicht viele Sachen, die bei Wiederholungen besser werden. Erbsensuppe vielleicht. Die schmeckt aufgewärmt oft noch besser als am Vortag. Beim BFC Dynamo  sind sie nun davon überzeugt, dass ihnen mit der Rückholaktion von Matthias Steinborn etwas gelungen ist, das vortrefflich munden wird. 

Es ist sein drittes Engagement bei den Hohenschönhäusern. 2013 verließ er die Weinroten Richtung Magdeburg, Verletzungspech verhinderte dort einen Durchstart beim Drittligisten. Im Januar 2017 kehrte er für eineinhalb Jahre aus Babelsberg heim. Dann lockten Lok und der Wunsch, näher bei seiner in Hof studierenden Freundin zu sein. Und nur, weil die Leipziger die Relegation gegen Verl versemmelten, war der Blondschopf überhaupt auf dem Markt. Eine Chance, die sich BFC-Boss Peter Meyer nicht entgehen ließ. 

„Wir hatten den Kontakt ja nie verloren. Und was ich hier jetzt vorfinde, gefällt mir. Die Truppe macht einfach Spaß“, meinte der 1,86 m große Mittelstürmer, der zusammen mit Benjamin Förster den Sturm wiederbeleben soll. Denn da drückte in der Vorsaison der Schuh erheblich. Trotz Platz sechs. Andor Bolyki und Ronny Garbuschewski waren mit sechs Buden die besten Schützen beim BFC. Angst und Schrecken verbreitet so etwas beim Gegner eher nicht. 

Soll jetzt anders werden. Und trotz seiner 31 Lenze hat Steinborn nicht vergessen, wo die Kiste steht. Neun Treffer erzielte er im Vorjahr für die Loksche. Insgesamt 33 Buden in 66 Spielen stehen zu Buche. Eine beachtliche Quote. „Gibt ja welche, die glauben, dass ich nie treffe“, scherzte Steinborn über seine Kritiker.  

Die nächste Gelegenheit, an seiner Zielsicherheit zu arbeiten, gibt es schon am Dienstag. Dann testet der BFC im heimischen Sportforum gegen Ligakonkurrent Rathenow (18 Uhr). Auch diesmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um die Sicherheits- und Hygieneregeln wegen der Corona-Pandemie nicht zu verletzen.