Jenas Maximilian Oesterhelweg muss sich strecken, denn Dynamos Neuzugang Andreas Wiegel (r.) ist sofort zur Stelle, wenn Not am Mann ist. Patrick Skrzipek

Niederlagen etwas Fortschrittliches abzugewinnen, fällt nicht immer leicht. Und doch zauberte der Fußballgott beim 0:2 (0:1) der Dynamos bei CZ Jena an diesem rabenschwarzen Wochenende einen Lichtstrahl in das düstere Ambiente der Weinrot-Weißen. Und zwar in Person von Neuzugang Andreas Wiegel.

Den gebürtigen Paderborner nun gleich eine Lichtgestalt zu nennen, wäre übertrieben. Doch der Auftritt im Ernst-Abbe-Sportfeld zeigte, dass die Hohenschönhauser einen richtig guten Griff auf dem Transfermarkt gemacht haben. „Der ist abgegangen wie eine Rakete, hat über die ganzen 90 Minuten seine Klasse gezeigt. Er war der beste Mann bei uns auf dem Platz“, konnte sich BFC-Trainer Christian Benbennek wenigstens über etwas freuen. 

Naturgemäß war der 30-Jährige am Ende des Tages dennoch geknickt aufgrund des Resultates. „Er hat mir fast ein bisschen leid getan. Da geht er erstmals in seiner Karriere runter in die Regionalliga und musste dann so ein Spiel erleben. Der wird sich auch gedacht haben, man, wo bin ich denn hier hingeraten“, plauderte Benbennek aus dem Binnenleben der Kabine.

Benbennek suchte Gespräch mit Wiegel

In der Tat fällt es Spielern mit höheren Weihen – und davon kann man angesichts von 55 Zweitligaspielen, 87 Drittliga-Kicks sowie weiteren 37 Einsätzen in Belgiens oberster Spielklasse durchaus sprechen – oft schwer, in der Viertklassigkeit ihre Fähigkeiten auszuspielen. Weil sie den Fußball dort eben ein kleines bisschen zu leicht nehmen. Oder es ihnen schwer fällt, sich entsprechend zu motivieren. All das  war aber für den aus der Schalker Knappen-Schmiede stammenden Wiegel offensichtlich kein Problem.  

Und der Rest wurde dann für ihn vom Trainer extra eingeordnet, mögliche schlechte Gefühle bei Wiegel schon sofort abgewiegelt: „Ich habe ihm gesagt, dass er das Pech hatte, in unserem schlechtesten Saisonspiel erstmals für uns aufzulaufen. Das wird so in der Art nicht so schnell wieder vorkommen“, ist sich Benbennek sicher. 

>>> Lesen Sie mehr aus dem Sport