Bayern-Star und Weltmeister Benjamin Pavard musste am Freitagabend im Spiel gegen den VfL Wolfsburg plötzlich und sehr dringend aufs Klo. dpa

Bayern-Profi Benjamin Pavard hat beim Münchner 4:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg für eine kuriose Szene gesorgt. In der Allianz Arena lief am Freitagabend die 83. Spielminute, als der französische Fußball-Weltmeister nach einem Zuspiel an der Seitenlinie plötzlich in Richtung Katakomben rannte und kurzzeitig verschwand. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann nahm es mit Humor.

Schief, sagte Nagelsmann, „lief da eigentlich nix“. Aber auch nicht wie geplant. Als Bayern München gegen den VfL Wolfsburg kurz vor dem Spielende ein letztes Mal wechseln wollte, sollte Malik Tillman für Jamal Musiala kommen. Dass dann aber Pavard vom Platz ging (85.), und das ziemlich überhastet, verdutzte nicht nur das Schiedsrichter-Gespann.

Pavard muss Pipi und spielt doch weiter

Pavard „kam raus und hat auf Französisch gesagt, dass er aufs Klo muss“, berichtete Nagelsmann schmunzelnd, „das habe ich mit meinem bescheidenen Schulfranzösisch verstanden“. Dann aber habe sich der Weltmeister plötzlich „entschieden, nochmal 15 Sekunden mitzuspielen und hat noch drei, vier Pässe gespielt. Als der Ball auf der anderen Seite war, ist er in den Katakomben verschwunden.“

Es dauerte einen Moment, bis auch der Vierte Offizielle Matthias Jöllenbeck verstand, „dass wir nicht Jamal auswechseln, sondern Benji“, führte Nagelsmann aus. Der Trainer selbst vergewisserte sich mit einem Blick in den Spielertunnel, ob Pavard „nochmal kommt vor dem Wechsel - er kam nicht, deswegen haben wir den Wechsel anders gemacht“.

Lewandowski bricht Müller-Rekord

Musiala, der das Feld über die Torauslinie schon verlassen hatte, kam zurück - und Tillman für den verschwundenen Pavard. Aber, bilanzierte Nagelsmann lächelnd, „es hat auch so ganz gut funktioniert“.

Nicht der einzige Grund zur Freude: Weltfußballer Robert Lewandowski sicherte sich einen weiteren Rekord für die Ewigkeit. Der Torjäger vom Dienst erzielte beim 4:0 des souveränen Herbstmeisters zum Jahresabschluss gegen den kriselnden VfL Wolfsburg seinen 43. Bundesliga-Treffer 2021 und hat damit einen mehr als „Bomber“ Gerd Müller 1972.

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