Schauen gespannt nach Leipzig: BFC-Kapitän Ronny Garbuschewski (l., 34) und Trainer Christian Benbennek (47). Foto: Patrick Skrzipek

Verkehrte Welt in Berlin! BFC Dynamo und VSG Altglienicke drücken am Donnerstag (17 Uhr) ausnahmsweise mal dem Rivalen Lok Leipzig die Daumen. Warum, erklärt Dynamo-Trainer Christian Benbennek (47) im KURIER.

„Wolfgang Wolf ist ein sehr sympathischer Kollege. Außerdem spielt mit Matthias Steinborn ein Ex-Spieler von uns bei Lok“, erklärt Benbennek.

Dazu gibt es eine einfache Rechnung: Sollten die Sachsen sich im Relegationsspiel gegen den SC Verl durchsetzen und in die 3. Liga aufsteigen, haben der BFC und die VSG nächste Saison größere Chancen, um den Aufstieg mitzuspielen.

Mit Jena kommt bereits ein Schwergewicht runter in die Regionalliga Nordost. Erwischen könnte es auch noch Chemnitz, Zwickau, Magdeburg oder Halle. „Wir hoffen schon, dass die Ost-Klubs in der 3. Liga bleiben“, sagt Benbennek.

Förster kommt von der VSG

Sollte es doch so kommen, dass gleich zwei oder gar drei Ost-Klubs absteigen, hätte das für den BFC allerdings auch etwas: „Dann haben wir eine geile Liga und brauchen gar nicht mehr aufsteigen“, sagt Benbennek mit einem Schmunzeln.

Dabei freut er sich auch über eine neue Verstärkung im Sturm: Benjamin Förster (30), vergangene Saison mit neun Toren in 17 Spielen, wechselt von der VSG zum BFC. „Er ist ein echter Strafraumstürmer mit einem guten Abschluss in der Box. Einer, der uns richtig weiterhilft“, lobt Benbennek. Brisant: Der BFC spielt noch gegen die VSG im Berliner Pokalhalbfinale, das wegen der Corona-Krise noch nicht terminiert ist. 

Eine Prognose für das Relegations-Duell am Donnerstag will Benbennek nicht abgeben: „Das wird ein spannendes Spiel. Leipzig könnte im Vorteil sein, weil Verl den Kopf voll hat.“ Der Grund: Wegen des Corona-Ausbruchs in der Wurstfirma Tönnies im Landkreis Gütersloh verbot die Landesregierung in NRW das Rückspiel in Verl am 30. Juni. Als Ersatz-Spielort sind Bielefeld und Paderborn im Gespräch.