Soll Leipzig wieder nach oben führen: Domenico Tedesco. AP/Martin Meissner

Abgestürzt auf Rang elf in der Liga, in der Königsklasse abgestiegen in die Europa League. Jetzt soll Domenico Tedesco den taumelnden Vizemeister RB Leipzig wieder zurück in die Erfolgsspur führen. Am Donnerstag gaben die Sachsen die Verpflichtung des früheren Schalker Erfolgstrainers als Nachfolger des am Sonntag freigestellten Amerikaners Jesse Marsch bekannt. Der aus Kalabrien stammende Tedesco, der als Zweijähriger nach Deutschland kam, erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023.

Zum Abschied aus Moskau wurde Tedesco frenetisch gefeiert, nun erhoffen sich RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und Co., dass der neue Trainer auch in Leipzig wieder eine Euphorie entfacht. Die Sachsen hatten jüngst in der Liga mit 1:2 beim 1. FC Union verloren und waren damit noch gut bedient gewesen.

Schalke freut sich über Tedescos neuen Job

Die Verpflichtung des 36-Jährigen löste auch große Freude beim klammen Zweitligisten Schalke 04 aus. Tedesco, der die Königsblauen 2018 zur Vizemeisterschaft führte, wurden in Gelsenkirchen im September 2019 freigestellt.

Im einen Monat später ausgehandelten Auflösungsvertrag wurde ein Passus eingebaut, der dem Italo-Schwaben eine Abfindung von rund einer halben Millionen Euro garantiert, falls er nicht in Lohn und Brot stehen sollte. Als Tedesco im Sommer auf eigenen Wunsch den russischen Vizemeister Spartak Moskau verließ, um in Corona-Zeiten näher bei seiner Familie sein zu können, musste Schalke tief in die Tasche für den zweifachen Familienvater greifen.

Die nächste Rate wäre am Saisonende fällig. Falls Tedesco da noch in Leipzig auf der Gehaltsrolle steht, kommen die Knappen billig davon.

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