Liverpools Jürgen Klopp verspürt langsam so etwas wie Lagerkoller Foto: Rui Vieira/dpa

Liverpool - Jürgen Klopp rührt der Einsatz der vielen Helfer im Kampf gegen das Coronavirus zu Tränen. Als er ein Video von Mitarbeitern aus dem englischen Gesundheitswesen gesehen habe, die vor der Intensivstation die Liverpool-Hymne „You'll never walk alone“ singen, „habe ich sofort angefangen zu weinen“, sagte der Teammanager der Reds in einem Interview auf der Klub-Homepage.

Der Einsatz der Pflegerinnen und Pfleger sei „unglaublich“, betonte Klopp: „Sie bringen sich in Gefahr, um den Kranken zu helfen. Ich könnte sie nicht mehr bewundern. Mein Englisch ist nicht gut genug, um das auszudrücken. Es ist außergewöhnlich, großartig.“

Klopp sehnt Spiele herbei

Klopp wünscht sich „nichts sehnlicher“, als dass die bis 30. April ausgesetzte Saison in der englischen Premier League wieder aufgenommen wird. „Ich kann es nicht erwarten“, sagte der Trainer des designierten englischen Meisters, „aber auch ich muss diszipliniert sein. Und je disziplinierter wir jetzt sind, desto früher bekommen wir Schritt für Schritt unser Leben zurück. Eine andere Lösung gibt es nicht.“

Der frühere Dortmunder und Mainzer Bundesliga-Coach sieht bei sich schon erste Anzeichen von Lagerkoller. „Ich war noch nie so lange zu Hause“, sagte er: „Zwei Wochen, aber ich bin ja nicht auf Urlaub.“ Er „vermisse“ alle seine Spieler ebenso wie seine Mitarbeiter.

Jammern will der 52-Jährige nicht. „Es gibt so viele Leute da draußen, die viel größere Probleme haben. Ich würde mich selbst beschämen, wenn ich da über meine 'Probleme' reden würde.“ Die Zeit vertreibt sich Klopp unter anderem mit Fernsehen, so habe er sich etwa die „Taken“-Trilogie („96 Hours“) angesehen. Außerdem verfolgt er die Internet-Aktivitäten seiner Stars und habe einen von Alexander Oxlade-Chamberlain vorgeführten Tanz nachgemacht. „Ich war nicht so schlecht, wie ihr vermutlich denkt!“