Also wäre seine Aufgabe nicht schon schwer genug, mussten jetzt Trainer Thomas Hoßmang und seine Magdeburger Profis alle in Quarantäne.

Es sind etwas mehr als sechs Wochen bis zum Ligastart (18. September), aber das trifft den 1.Fc Magdeburg bis ins Mark. Corona-Alarm in der Börde, die Spieler des Drittligisten müssen in Quarantäne. 

"In einer Vorbereitung zählt jeder Tag, da werden die Grundlagen fürs ganze Jahr gelegt. Deshalb ist das für uns ein Rückschlag", sagte Klubsprecher Norman Seidler, selbst in Quarantäne. Am 18. September startet die neue Saison in der 3. Liga, eine Woche zuvor würde der FCM in der ersten Rundes des DFB-Pokals Zweitligist Darmstadt 98 empfangen.

Schon in der vergangenen Woche hatte der Klub für seine Profis Coronatests angeordnet. Vier Spieler erschienen aus terminlichen Gründen nicht. Am Montag, zum Start der Vorbereitung, wurden dann bei dem Quartett die Abstriche nachgeholt. Einer der vier Akteure war prompt positiv. Das Team hatte bis dahin vorsorglich in kleinen Gruppen trainiert, um das mögliche Risiko einer Ansteckung so gering wie möglich zu halten.

Hoßmangs Mission Klassenerhalt wird gefährdet

Dass Coronafälle bei der Liga-Konkurrenz weniger restriktiv behandelt werden, dürfte Magdeburg schon ärgern. Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck vermeldete am Montag auch einen Coronafall, der Betroffene musste in Quarantäne, die Mannschaft nicht. Das Testspiel am Dienstag beim FC Mecklenburg Schwerin wurde nicht abgesagt.

"Wenn das andere Gesundheitsämter so entscheiden, ist das so", wollte Seidler die Benachteiligung nicht grpß kommentieren. Der 1. FC Magdeburg werde auf jeden Fall die Entscheidung seines Gesundheitsamtes akzeptieren und sich an die Vorgaben halten, "denn die Gesundheit hat Vorrang", so Seidler weiter.

Am Mittwoch werden Mannschaft und Trainerteam in der Magdeburger Uni-Klinik erneut getestet, am Freitag folgt eine weitere Testreihe. Sollte dann jeder aus Team und Umfeld zwei negative Tests vorweisen können, müsste eigentlich auch das örtliche Gesundheitsamt grünes Licht für die Rückkehr in den Trainingsbetrieb geben.

Dürfte dennoch alles die Mission Klassenerhalt für Cheftrainer Thomas Hoßmang nicht gerade erleichtern.