Julian Nagelsmann lacht und zeigt seine selbsternannten Hamsterzähne. Foto: dpa

Erster Sieg mit Bayern, erster Titel! Münchens neuer Trainer Julian Nagelsmann (34) zeigt nach dem überzeugenden 3:1 im Supercup gegen Liga-Rivalen Borussia Dortmund trotz seines jungen Alters ganz viel Größe – mit Selbstironie und Dank an Vorgänger Hansi Flick.

Das gibt es ganz selten in der Branche der Eitelkeiten. Nagelsmann nahm sich selbst auf die Schippe. „Ich habe ja so kleine Hamsterzähne, das sieht man auch. Ich würde gerne ein Titel-Hamster sein.“

Danach erklärte Nagelsmann: „Der Titel ist eine Belohnung für die Vorsaison. Ich freue mich trotzdem. Er gehört aber mehr anderen als mir.“ Er meinte damit den neuen Bundestrainer Hansi Flick, den er als bei Bayern beerbt hat.

Für den ehrgeizigen Trainer ist klar, dass seine Arbeit beim Rekordmeister erst in den Startlöchern steht. Doch mit diesem Sieg haben die Bayern das erste Ausrufezeichen gesetzt und gezeigt, wer die Nummer 1 in Deutschland ist. Der ewige Rivale Dortmund muss sich erst mal hinten anstellen.

Robert Lewandowski, so befand Nagelsmann, war der „bessere Erling Haaland“ und „wie eine Lebensversicherung“. Der Pole traf doppelt, Bayerns zuverlässigste Tormaschine ist zum Saisonstart schon wieder auf Betriebstemperatur. „Für die Mannschaft ist der Sieg richtig super. Wir können es genießen“, so Nagelsmann.

„Dieser Titel ist erst der Anfang, wir haben noch viel vor“, schrieb der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn bei Twitter. Doch dafür muss auch der Kader groß genug sein. Nagelsmann ist mit seinem Team zufrieden, doch über eine Aufpolsterung würde er auch nicht klagen: „Wir prüfen, was geht auf dem Transfermarkt. Es gibt wenig Dynamik, außer in den ganz abgespaceten Sphären.“

Noch knappe zwei Wochen geht die Transferperiode. Überrascht Bayern noch mit einer Topverstärkung, kann das Titel-Hamstern mit Nagelsmann erst richtig losgehen.

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