Papa ist der Beste! Zweimal die Nummer 9 in Weinrot-Weiß,  zweimal Beck: links klein Melina, rechts Papa Christian.  Foto: Patrick Skrzipek

Das Regionalliga-Nachholspiel des BFC Dynamo gegen Germania Halberstadt war noch keine halbe Stunde alt, der Kick noch torlos, da machte sich die Nummer 9 auf den Weg. Flink und behände strebte die junge Lady in dem weinrot-weißen Trikot nebst Aufschrift Papa und dicken, pinkfarbenen Ohrenschützer zur Balustrade. Immer wieder rief sie besorgt nach ihrem Papa. Doch eben der, auch mit der 9 auf dem Rücken und der Aufschrift Beck versehen, lag gerade mit großen Schmerzen auf dem Rasen nach einer wenig regelkonformen händischen Attacke und musste erst einmal selbst Zuspruch medizinischer Art finden. Das leise Stimmchen von Melina, nicht ganz drei Jahre alt, ging unter im Fan-Getöse. 

„Es ist unglaublich, was sie in dem Alter so alles mitkriegt. Sie ist mein größter Fan. Und ich muss bei Spielen immer mal kurz rüberwinken zu ihr, wenn sie mit ihrer Mutter auf der Tribüne sitzt“, plauderte BFC-Angreifer Christian Beck aus dem Nähkästchen der Familie. Ging in der Situation nicht. Doch am Ende des Tages war alles vergessen. Der BFC hatte 2:0 gewonnen. Und sein treffsicherster Angreifer war unbeschadet davongekommen. Zur Freude der Fans. Zur Erleichterung von Melina.

„Ich kenne das ja auch aus der 3. Liga. Das ist hier nicht anders. Manchmal etwas grenzwertiger. Man muss immer auf der Hut sein. Aber zu lange darf man auch nicht drüber nachdenken“, meinte Dynamos Mittelstürmer. Wer zu viel denkt, verliert den Instinkt für den richtigen Augenblick. Und der ist für Knipser wie Beck wichtig.

Beck warnt vor enger Liga

Es läuft gut für den einstigen Magdeburger Fanliebling, der diesen Sommer bei den Hohenschönhausern anheuerte.  Tabellenführung, vier Zähler Vorsprung, und mit neun Buden führt er die Schützenliste der Liga an. „Es macht gerade richtig Spaß hier. Aber es ist noch ein weiter Weg. In der Liga gibt es einige spielstarke Mannschaften. Und das macht ja den Reiz dieser Liga aus“, so Beck, der sein Kommen bislang keine Sekunde bereut hat. 

Und falls er noch ein paar Zugänge mit Qualität bekommt, und daran basteln die Dynamos wegen ihrer langen Verletzungsliste gerade, könnte die Freude noch lange währen.