Erling Haaland (M.) und Borussia Dortmund haben wieder was zu lachen. Foto: AFP/Ronny Hartmann

Will denn niemand die Bayern vom Thron stürzen? Kaum stolpert der Tabellenführer, schwächelt mit RB Leipzig auch sein ärgster Verfolger. Die Bullen, die bisher fast alles aus dem Weg gerammt haben, schmieren beim Höhenflug ab und werden beim 1:3 (0:0) von Borussia Dortmund und Erling Haaland gnadenlos erlegt.

Dass dieser Hit erst mit Wiederbeginn Fahrt aufnimmt, liegt in erster Linie am späteren Dominator. Nichts gelingt dem BVB, gar nichts glückt Haaland. Kein einziger Schuss kommt auf den Kasten von RB-Keeper Peter Gulacsi, mickrige fünf Ballkontakte hat der Norweger in den ersten 45 Minuten. Alle anderen Stürmer hätten damit ihr Tagewerk unter der Dusche fortgesetzt …

Weil aber die Abwehr um Mats Hummels steht und nichts zulässt, geht’s später richtig rund vor der RB-Kiste. BVB-Trainer Edin Terzic findet zu den beiden grundverschiedenen Halbzeiten diesen Vergleich: „Wir hatten 112 Fehlpässe, davon gefühlt 110 vor der Pause. Insgesamt aber ist es ein großer Schritt in die richtige Richtung.“

Bayern lacht sich schlapp

Haaland und Marco Reus bereiten das 0:1 durch Jadon Sancho vor (55.), dann wird’s peinlich für die Leipziger, die in den vergangenen fünf Pflichtspielen ohne Gegentor und in den letzten acht Punktspielen ungeschlagen geblieben waren. Auch ohne Axel Witsel (der Belgier verletzt sich ohne gegnerische Einwirkung an der Achillessehne/30.), dafür mit Emre Can, der sofort da ist, geht die Post ein ums andere Mal ab wie geschmiert.

Es folgt die Phase, die den BVB-Torjäger so einmalig macht: Erst landet Haalands Links-Kracher an der Latte (65.), dann klingelt’s bei seinem Kopfball (0:2/71.) und nach seinem Dribbling um Gulacsi herum (0:3/84.). Kaum zu glauben, es sind im 25. Bundesligaspiel des Angreifers seine Tore Nummer 24 und 25 – das ist zuvor nicht einmal Gerd Müller oder Robert Lewandowski gelungen.

Was halten die Leipziger dagegen? Kaum etwas. Dani Olmo scheitert am Pfosten (67.) und das 1:3 durch Alexander Sörloth (89.) bringt nicht wirklich was. So gewinnen am Ende neben dem BVB sogar die Bayern.