Thomas Müller (l.) und Bayern-Trainer Hansi Flick droht im Sommer einige Mehrarbeit.  Foto: Imago Images

Die Corona-Krise wirbelt auch die kommende Bundesliga-Saison mächtig durcheinander. Christian Seifert, Boss der Deutschen Fußball-Liga (DFL), kündigt den Start der neuen Spielzeit für den 11. oder 18. September an – unter Umständen ohne die Europapokal-Teilnehmer. Ob dann endlich wieder Fans für Stimmung in den Stadien sorgen dürfen, lässt Seifert offen.

„Ich bin kein Freund davon, sich generell auf 3000, 4000 oder 5000 Zuschauer festzulegen“, sagte Seifert, der bei dieser Frage viel Verantwortung in die Hände der Klubs legen will: „Die DFL wird nur einen grundsätzlichen Leitfaden vorgeben. In den muss jeder Klub für sich standortspezifische Inhalte einfügen.“ Zuletzt machte sich Union-Präsident Dirk Zingler für eine Rückkehr der Fans stark.

Seifert bastelt dafür am für alle Klubs geltenden Saisonstart. „Wir suchen nach einem für alle gangbaren Weg“, erklärt Seifert die knifflige Planung.

Da erst am 23. August das Champions-League-Finale in Lissabon stattfindet und Bundestrainer Joachim Löw bereits Anfang September seine Nationalspieler für die Partien in der Nations League zusammentrommelt, droht besonders Leipzig- und Bayern-Profis nur eine Woche Pause. „Die Belastungssteuerung der Spieler darf nicht hintenüberfallen“, mahnt auch Seifert. Deswegen könnten die Europapokal-Teilnehmer eventuell erst später in die Saison einsteigen. 

So oder so: An einem erneutem Mammut-Programm, das die Klubs bereits nach dem Restart erlebten, führt auch in der neuen Saison kein Weg vorbei. Wegen der Strapazen im Herbst will Seifert auch „ein Mindestmaß an Winterpause aufrechterhalten“. Wie lange diese dann sein werde, steht wie so vieles in Corona-Zeiten noch in den Sternen.