Atakan Karazor vom VfB Stuttgart saß sechs Wochen in U-Haft auf Ibiza.
Atakan Karazor vom VfB Stuttgart saß sechs Wochen in U-Haft auf Ibiza. dpa/Weller

Was da wirklich in der Nacht zum 9. Juni geschah, muss das Gericht klären. Der Bundesliga-Profi Atakan Karazor (25) wurde von einer 18-jährigen Spanierin wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung angezeigt. Karazor beteuert seine Unschuld, saß aber trotzdem knapp sechs Wochen auf der Party-Insel Ibiza in U-Haft. Donnerstag kam er auf Kaution bei einer Zahlung von 50.000 Euro frei und darf Spanien verlassen.

Diese Entscheidung traf die erste Kammer des Landgerichts der Baleareninsel. Die einzigen Auflagen: Karazor muss sich für das Gericht verfügbar halten, darf sich dem mutmaßlichen Opfer weder nähern noch Kommunikationsversuche unternehmen.

Die Nacht begann im Szeneclub Pasha

Karazor und ein Freund waren im Urlaub und besuchten den weltberühmten Szeneclub Pasha auf Ibiza. Dort hatten die beiden zwei Frauen kennengelernt und waren zu viert in eine Mietvilla gefahren. Dort soll es zum Sex gekommen sein. Bis dahin nichts Ungewöhnliches. Doch danach erstattete eine der Frauen eine Vergewaltigungsanzeige gegen Karazor und seinen Freund.

Karazor erklärte daraufhin, dass alles „einvernehmlich“ war. Auch die zweite Frau konnte sich nicht an körperliche Gewalt erinnern. Aber es steht noch immer der Verdacht der sexuellen Nötigung im Raum. Dieser Fall wird die Gerichte noch länger beschäftigen.

Karazors Arbeitgeber, der VfB Stuttgart, will nach der Freilassung umgehend mit dem Spieler sprechen. Und „sich danach über das weitere Vorgehen abstimmen“, hieß es vom Schwabenklub.

Lesen Sie hier mehr Sport >>