Bundeskanzlerin Angela Merkel öffnet die Tür für einen Neustart der Bundesliga. Foto: Hannibal Hanschke/dpa

Die Fußball-Bundesliga darf die derzeit wegen der Corona-Krise unterbrochene Saison ab der zweiten Mai-Hälfte mit Geisterspielen fortsetzen. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Damit können die restlichen neun Spieltage der Spielzeit absolviert werden. Alle Partien müssen als Geisterspiele durchgeführt werden!

Ab 15. Mai rollt der Ball wieder in den Stadien. Die Bundesliga-Saison pausiert seit dem 11. März. Die DFL strebt an, die restlichen Partien bis zum 30. Juni durchziehen zu können. Sie hatte von ihrer „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept vorgelegt, um die Ansteckungsgefahr unter Spielern und Betreuern zu minimieren.

In einer ersten Testreihe hatte es bei 1724 Tests in der 1. und 2. Liga zehn Corona-Fälle gegeben. Unter anderem in Köln (3), Dresden, Aue und Mönchengladbach (2).

Als Knackpunkt für die Terminfrage gilt die vorgesehene vorgeschaltete 14-tägige Quarantäne der Mannschaften. In der Beschlussvorlage des Bundes hieß es am Mittwochmorgen: „Dem Beginn des Spielbetriebs muss, wie in dem geprüften Konzept vorgesehen, eine Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen.“

Die Profifußballer sind bei ihren Clubs relativ isoliert, aber noch nicht komplett in Quarantäne. Für die Liga ist eine Fortsetzung der Saison von enormer Bedeutung, weil viele Vereine durch fehlende Einnahmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bei einer Fortsetzung der Bundesliga wären zumindest die TV-Millionen gesichert.

Die DFL hat für Donnerstag eine Mitgliederversammlung anberaumt. Bei der Videokonferenz sollen mit den 36 Profivereinen, von denen die ersten bereits das uneingeschränkte Mannschaftstraining aufgenommen haben, die Ergebnisse des Polit-Gipfels erörtert werden.