Bayerns damalige Bosse Uli Hoeneß (l.) und Karl-Heinz Rummenigge schimpften vor einem Jahr über den BER. dpa

An Hertha BSC hat der FC Bayern und besonders Trainer Julian Nagelsmann beste Erinnerungen. Das gilt allerdings nicht für den BER. Vor knapp einem Jahr tobten die damaligen Bayern-Bosse, als der Berliner Pannen-Flughafen dem Rekordmeister vor dem Abflug zur Klub-WM nach Katar in der Nacht die Starterlaubnis verweigerte. Nun lassen die Münchner den Hauptstadtflughafen einfach links liegen.

Ehrenpräsident Uli Hoeneß sprach von einem „Skandal ohne Ende“, der damalige Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge witterte sogar eine Verschwörung: „Man hatte immer den Eindruck, in Brandenburg ist irgendeiner, der den FC Bayern nicht mag oder irgendein Problem mit dem FC Bayern hat, und dementsprechend uns Hürden in den Weg gestellt hat.“

BER-Ärger: Rummenigge fühlte sich verarscht

Zur Erinnerung: Am 5. Februar 2021 verweigerte der BER den Bayern nach dem Freitagabendspiel und dem 1:0-Sieg bei Hertha BSC den Abflug nach Katar wegen des ab 0 Uhr geltenden Nachtflugverbots. Die Maschine des Rekordmeisters war schlicht drei Minuten zu spät bereit zum Abflug. Die Bayern-Stars mussten daraufhin die Nacht im Flieger verbringen, Rummenigge fühlte sich „von der brandenburgischen Politik total verarscht“.

Die Erfahrung wollte man nun wohl kein zweites Mal machen, auch wenn am Sonntag nach dem Spiel bei Hertha BSC (17.30 Uhr) eigentlich genügend Zeit sein müsste, um noch vor Mitternacht startklar für die Heimreise nach München zu sein.

FC Bayern: Lieber Schönhagen als BER

Dennoch lautet das Bayern-Motto vor dem Berlin-Besuch diesmal: Brandenburg statt Pannen-BER! Denn statt am Hauptstadtflughafen zu landen beziehungsweise abzufliegen, wählte der FC Bayern diesmal die Provinz-Landebahn Schönhagen unweit der Stadt Trebbin. Schönhagen, rund 45 Minuten vom Berliner Olympiastadion entfernt, wird auch von Hertha BSC gern genutzt, weil dort eben kein Nachtflugverbot gilt.

Der FC Bayern nahm dafür sogar  besonders viel auf sich. Wie die Münchner Merkur berichtet, charterten die Bayern extra zwei Propellermaschinen, um in Schönhagen landen zu können.

Anders als sein Arbeitgeber hat Bayern-Trainer Nagelsmann mit der Hauptstadt und vor allem Hertha BSC nur positive Erlebnisse.

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