Die Tage und Stunden in Dortmund sind gezählt! Und doch muss Dortmunds Trainer Edin Terzic den BVB wieder in die Erfolgsspur führen. Foto: dpa/Martin Meissner

Er ist die Lame Duck der Bundesliga. Dortmunds Trainer Edin Terzic weiß, dass im Sommer Schluss ist für ihn bei der Borussia. Gladbachs Trainer Marco Rose übernimmt dann das Steuerruder bei den Schwarz-Gelben. Und doch hat Terzic noch einen Auftrag: Er muss den BVB sozusagen auf Rosen betten. Die Mission beginnt am Mittwoch in Sevilla (21 Uhr/DAZN).

Drei Wege stehen ihm dafür offen: über die Champions League. Die Königsklasse ist das erklärte Ziel der Dortmunder. Über die Liga, wo man derzeit nach vier Pleiten, vier Remis und nur zwei Siegen unter der Federführung des 38-Jährigen arg ins Schlingern geraten ist und den Champions-League-Plätzen schon sechs Zählern hinterherhinkt. Oder aber über den Pokal, der zumindest die Europa League garantiert. 

Ironischerweise könnten ausgerechnet Marco Roses Gladbacher ihrem Trainer quasi doppelt ins künftige Bett machen. Im Cup kommt es am 2. März im Viertelfinale zum direkten Duell. In der Liga sind die Fohlen punktgleich mit den Westfalen und wollen die Schwarz-Gelben noch aus den Europapokalrängen verdrängen. 

Terzic lobt Sevilla

Bliebe die Königsklasse, um die dringend benötigten Millionen garantieren zu können. Denn ohne die Champions-League-Kohle könnte die schwarz-gelbe Rasselbande sich quer durch den Restkontinent verstreuen, wenn die großen Klubs anklopfen. Der BVB will nicht gefleddert werden, die Haalands, Sanchos & Co. unbedingt halten. In diesem Wettbewerb tritt der aktuelle Tabellensechste der Bundesliga beim spanischen Tabellenvierten Sevilla an. Keine einfache Aufgabe. 

„Sevilla ist ein sehr gut geführter Verein, der in den letzten Jahren sehr erfolgreich war. Sie  haben die letzten neun Spiele gewonnen und kassieren wenige Gegentore. Sie machen es wirklich gut und haben herausragende Spieler in der Offensive und der Defensive“, lobte Terzic den Achtelfinalgegner.

Die Aufgabe wird nicht einfacher, da Thomas Delaney die Reise nach Andalusien nicht mit angetreten hat. Der dänische Mittelfeldspieler blieb am Dienstagvormittag bei seiner hochschwangeren Frau und soll im Optimalfall zum Spiel nachkommen. Terzic würde es begrüßen. Doch ob Mutter Natur da mitspielt?