Bayerns Jerome Boateng kann laut jubeln, er traf zum 3:2 in Salzburg. Foto: AP

Nach der kurzen Busfahrt von Salzburg zurück nach München entließ Hansi Flick seine geschlauchten Dauersieger in einen freien Tag. Nach dem am Ende doch noch sehr deutlichen 6:2 (2:1) des FC Bayern in der Champions League gegen Red Bull Salzburg dachte Flick an seinem Jahrestag als Chefcoach bereits an die nächste große Aufgabe am Samstag im Bundesliga-Topspiel bei Borussia Dortmund.

Das Auslaufen erledigten die Münchner Stars darum noch in der leeren Salzburger Arena. „Jetzt erholen wir uns einfach mal. Und dann werden wir uns ab Donnerstag auf Dortmund vorbereiten“, sagte Flick vor der Heimreise: „Das wird ein schweres Spiel. Die Vorfreude ist da.“

Die lange mühselige, aber mit vier späten Toren doch noch geglückte Generalprobe beflügelt die Münchner Triple-Gewinner. „Es ist immer gut, mit einem Sieg anzureisen“, sagte Jérôme Boateng mit dem Blick auf den BVB. Der Innenverteidiger war mit seinem Treffer zum 3:2 in der 79. Minute so etwas wie der Matchwinner von Salzburg. „Das Tor war ganz wichtig“, sagte Flick, unter dem der 32 Jahre alte Ex-Nationalspieler Boateng wieder zum Leistungsträger geworden ist.

„Es hat was zu tun mit dem Training und seiner professionellen Einstellung“, sagte Flick zur Entwicklung des Weltmeisters von 2014: „Es ist einfach schön zu sehen. Wir sind alle froh, dass er die letzten Monate an sich gearbeitet hat und richtig viel aufgeholt hat und heute hier einfach auch ein sehr gutes Spiel gemacht hat.“

In der aktuellen Form könnte bei Boateng sogar noch einmal eine Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrages zum Thema werden. Seit 2011 spielt der Routinier für die Münchner, in der jüngeren Vergangenheit stand mehrfach ein Wechsel im Raum.

Boateng könnte womöglich davon profitieren, dass bei Abwehrchef David Alaba (28) nach dem vom FC Bayern zurückgezogenen Vertragsangebot aktuell alles auf einen Abschied im kommenden Sommer hindeutet. „Ich weiß nicht mehr, wie wir zusammenfinden sollten“, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Nach dem von Alaba und seinem Berater abgelehnten Vertragsangebot müsse sich der Verein „damit beschäftigen, dass uns David verlassen wird“.