BFC-Stürmer Christian Beck könnte zu einer Art Nils Petersen bei den Dynamos werden, wenn es nach Trainer Heiner Backhaus geht.
BFC-Stürmer Christian Beck könnte zu einer Art Nils Petersen bei den Dynamos werden, wenn es nach Trainer Heiner Backhaus geht. Patrick Skrzipek

Natürlich kann es ihm nicht geschmeckt haben. 90 Minuten nur auf der Bank. Ist mit seinem Ehrgeiz schwer vereinbar. Aber Christian Beck machte beim 3:1 gegen die U23 von Hertha BSC gute Miene zum bösen Spiel. Und für BFC-Trainer Heiner Backhaus fast noch wichtiger: Er haute sich in der Trainingswoche danach richtig rein. Kein Schmollen, kein nichts. „Er wird auch wieder seine Spiele bekommen“, so Backhaus. Vielleicht ja schon diesen Sonnabend gegen den FC Viktoria 89 (13 Uhr/Sportforum).

„Es war die richtige Entscheidung. Gegen Hertha war das ein wahnsinnig laufintensives Spiel. Mit Pressing, Umschaltmomenten und hohem Anlaufen. Ich habe vorher extra mit ihm gesprochen, ihm das alles erklärt“, verriet der 41-Jährige, der dabei betont, dass er menschlich überhaupt keine Probleme mit Beck habe. In der Vorwoche habe er beim 1:1 gegen Lok Leipzig gespielt, jetzt war er beim 3:1 gegen die Hertha-Bubis eben mal draußen. Ist bei einem Kader mal so. Und auch die jüngeren Angreifer müssten ja weiter wachsen, sich weiter entwickeln. Das geht nur über Spiele.

Das heißt nicht, dass die Tage der alternden Tormaschine, die an diesem Freitag seine 35 Lenze vollmacht, in Weinrot-Weiß gezählt sein müssen. Bester Torschütze ist er ja immer noch mit seinen 10 Buden bei den Hohenschönhausern. „Ich weiß ja nicht, ob er sich mit so einer Rolle anfreunden kann. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er wie ein Nils Petersen in Freiburg für Dynamo in der Zukunft werden kann. Der spielt ja auch nicht immer von Beginn an, ist aber voll da und motiviert, wenn er dann der Mannschaft helfen kann. Und solche Spieler sind wichtig“, so Dynamos Chefcoach Backhaus.

Ob Christian Beck beim BFC Dynamo bleibt, ist sicherlich auch eine Frage der Finanzen

Ist sicherlich auch eine Frage der Finanzen. Gerade bei einem Regionalligisten kein unwichtiges Thema. Aber das ist nicht die Baustelle von Backhaus, das müssen andere klären. Ihm geht es erst einmal um die sportlichen Perspektiven.

„Beckus hat etwas, was heutzutage selten ist bei Stürmern. Diese absolute Gier, ein Tor zu machen. Selbst im Training. Wenn er das an die Jüngeren vermitteln kann, ihnen im Training zeigen, wie das geht, ihnen Input gibt, hilft ihnen das, sich weiter zu entwickeln. Sie können viel von ihm lernen. Nicht nur, was das Kopfballspiel angeht. Da wäre er weiter Gold wert, wenn er den Petersen macht“, so Backhaus.

Beck als Mentor der jungen Wilden? Der je nach Gegner oder Spielverlauf dann als Topstriker noch mal für Gefahr und Unruhe sorgt. Weil er mit seinem Torriecher immer noch vielen anderen nicht nur eine Nasenlänge voraus ist. Die Idee hätte sicherlich was. Ob er es will oder es ihn doch wieder gen Magdeburg zieht, wo er ja ein Haus gebaut hat, und es auch zu bezahlen ist, ist abzuwarten.

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