Cedric Euschen – er schoss das 3:2- Siegtor in Magdeburg – & Co  zeigten ihrem Trainer Heiner Backhaus, dass sie auch beißen können, wenn es  darauf ankommt.
Cedric Euschen – er schoss das 3:2- Siegtor in Magdeburg – & Co  zeigten ihrem Trainer Heiner Backhaus, dass sie auch beißen können, wenn es  darauf ankommt. Patrick Skrzipek

Sonntag das 2:0 im Test gegen Oberligist Neustrelitz! Einen Tag später ein 3:2 bei der mit zahlreichen Zweitligaprofis verstärkten Reserve des 1. FC Magdeburg. Also zwei Spiele binnen 24 Stunden für die Regionalliga-Kicker des BFC Dynamo. Der reinen Trainingslehre entspricht das nicht.

Normalerweise stünde am Tag nach einer Belastung Regeneration auf dem Programm und nicht wieder ein Maximaleinsatz. Doch Trainer Heiner Backhaus hat bewusst gegen diese Vorgehensweise verstoßen.

„Ich wollte sehen, wer mitzieht, wer alles über seine Grenzen gehen kann“, erklärte der 40-Jährige am Tag danach. Der dann übrigens frei war für seine Spieler. „Nach zwei solchen Spielen, das haben sie sich dann einfach verdient. Zumal alle gezeigt haben, dass sie wollten“, so Backhaus. Und das trotz tropischer Hitze.

BFC-Coach Backhaus legt Wert auf Willensschulung

Gerade der Auftritt in Magdeburg hat ihm gefallen in puncto Willensschulung. Denn im Verlauf einer Saison wird auch dieser Punkt eine nicht unerhebliche Rolle spielen beim Unternehmen Titelverteidigung.

„So wie sie gegen den Ball gespielt haben, das war richtig gut. Wir waren bissig, eklig. Und haben gerade Magdeburgs Torhüter immer wieder unter Druck setzen können. Der wusste teilweise nicht, wohin mit dem Ball“, so Backhaus.

BFC-Trainer Backhaus gefällt die Moral seiner Dynamo-Kicker

Dass der sicher geglaubte Sieg den Dynamos durch das Eigentor von Chris Reher (86.) fast noch aus den Händen glitt und dann doch wieder quasi mit dem Schlusspfiff eingetütet (Cedric Euschen, 89.) wurde, hat Backhaus ebenfalls gefallen. Zeigt das doch, dass die Moral der Truppe stimmt und man sich von Rückschlägen nicht umwerfen lässt.

Was ihn im Übrigen nicht überrascht. „Man hat doch gesehen, dass es im Team stimmt. Sonst wären die ja nicht Meister geworden“, so Backhaus, der seine Hauptarbeit nicht darin sieht, alles umzukrempeln – weil es ja nicht schlecht gewesen ist unter Vorgänger Christian Benbennek –, sondern dem Ganzen den Feinschliff und mehr Varianten zu verpassen. Flexibilität eben. Denn auch drauf wird es ankommen.

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