Trotzkreis nach dem Schlusspfiff: Die Kicker des BFC Dynamo schwören sich nach dem Schlusspfiff, dass noch nicht alles gelaufen ist. Patrick Skrzipek

Natürlich herrschte Ernüchterung. Mit den langen Gesichtern hätte man vom Sportforum aus bis nach Oldenburg Strecke legen können. 0:2 gegen den Nordmeister. So hatte sich das beim BFC Dynamo keiner vorgestellt. Auch wenn jedem klar war, dass es schwer werden würde. „Es ist gerade schwer, die richtigen Worte zu finden. Wir sind gerade alle enttäuscht, dass das Spiel so gelaufen ist, wie es gelaufen ist“, meinte denn auch BFC-Trainer Christian Benbennek. Ähnlich ging es auch seinen Kickern.

Doch je mehr Zeit ins Land verstrich, um so mehr kehrte eine gehörige Portion Trotz ein bei den Weinrot-Weißen. „Das 0:2 ist jetzt kein optimales Ergebnis für uns, das muss man sagen. Aber es ist alles drin im Fußball. Wir haben ja noch ein Rückspiel“, meinte Niklas Brandt. Klare Kmapfansage an den Nordmeister.

Oldenburgs Coach Fossi warnt vor Überheblichkeit

Worte, die Oldenburgs Trainer Dario Fossi (41) bestimmt gefallen hätten. Dem hat ja auch gefallen, dass seine Truppe in Halbzeit zwei mächtig unter Druck geriet. Damit sie wachsam bleiben kommenden Sonnabend.

Denn Fossi steht jetzt vor der nicht ganz dankbaren Aufgabe, dass er seine euphorisierten Jungs bei der Stange halten muss. Die VfB-Kicker laufen natürlich Gefahr, jetzt abzuheben. Oder gar das Spiel im Unterbewusstsein ein wenig zu sehr auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir stehen nicht mit einem Bein oder zwei Beinen in der 3. Liga. Nicht mal mit einer Muskelfaser. Es gibt noch ein Rückspiel“, trat der italienische Coach der Niedersachsen total auf die Euphoriebremse.

Wie man einen siegessicheren Gegner, zuvor triumphierenden Kontrahenten dennoch in die Knie zwingt, hat ja Hertha BSC vor Kurzem gegen den HSV vorgemacht. Daran sollten sich die Weinrot-Weißen orientieren. Und das wollen sie auch.

BFC-Trainer Christian Benbennek will Flinte nicht ins Korn werfen

„Es ist erst Halbzeit, Und natürlich wird es schwer. Es wird ein kleines Wunder brauchen. Aber wir haben jetzt nicht 38 Spieltage dafür gearbeitet, dass wir jetzt nach einem Spiel aufgeben“, so BFC-Trainer Christian Benbennek.

Seine Worte konnte Abwehrrecke Chris Reher voll unterschreiben. Der 28-Jährige bläst zur totalen Offensive. „Vor der Saison hätte auch keiner erwartet, dass wir um den Titel mitspielen oder in der Relegation um den Aufstieg. Von daher, Visier hoch, Vollgas. Wir wollen das noch schaffen. Wir wissen, dass es schwer wird. Aber die Mannschaft hat eine Topmentalität“, so der Innenverteidiger. Diese gilt es nun, einmal noch in einem letzten Kraftakt erneut unter Beweis zu stellen.

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