Wollen auch bei Tasmania am Freitag jubeln: die Jungs von Spitzenreiter BFC Dynamo. Patrick Skrzipek

Wer nur die letzten 10 Begegnungen dieses Regionalliga-Neulings betrachtet, kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass Tasmania sich als legitimer Erbe des einstigen Bundesligateams von 1965/66 geriert. Nur zwei Punkte aus diesen zehn Spielen. Der letzte Dreier datiert vom 24. Oktober. Und in diesem Kalenderjahr haben die Neuköllner in drei Partien überhaupt noch keinen Treffer erzielt. Noch Fragen, wer am Freitag (19 Uhr) haushoher Favorit ist, wenn Spitzenreiter BFC Dynamo in Lichterfelde aufdribbelt?

Tas ärgerte Cottbus und die VSG

Ganz klar, der BFC will seinen Lauf fortsetzen und mit dem nächsten Freitagabend-Dreier den Druck auf die Konkurrenz hoch halten. Doch wer davon ausgeht, dass die Partie im eigentlichen Heimathafen von Viktoria ’89 ein Selbstläufer wird, nur weil die Tasmanen den schlechtesten Angriff der Liga stellen, macht es sich zu einfach. Mit so einer Einstellung hat man schon verloren.

Denn das Team von Abu Nije ist immer für eine Überraschung gut. Herthas Reserve musste über sich hinauswachsen, denn Tas schenkte ihnen beim 3:5 kräftig ein. Der letzte Sieg gelang ihnen sogar gegen ein Spitzenteam. Cottbus musste mit einem 1:2 dort überraschend die Waffen strecken. Auch Altglienicke kam über ein 1:1 nicht hinaus.

BFC-Coach Benbennek erwartet Kraftakt

Im Hinspiel feierte Dynamo mit einem 6:0 den höchsten Saisonsieg. Ein Schützenfest soll diesmal aber keiner erwarten. „Jedes Spiel ist schwer für uns“, wird BFC-Trainer Christian Benbennek nicht müde zu betonen. Nichts geht von allein.

Natürlich peilt Benbennek nach den beiden Auftaktsiegen gegen Halberstadt und Meuselwitz dennoch die nächsten drei Zähler an. Aber dazu bedarf es wieder einer echten Kraftanstrengung und – um mal eine Anleihe bei einem Ex-Bundestrainer zu nehmen – „högschder“ Konzentration und Disziplin. Wir müssen weiter Vollgas geben. „Nur wenn wir wieder alles raushauen, sind wir wirklich stark“, so der 49-Jährige weiter.

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