Demonstrativ halten Alexander Siebeck und Christian Beck das BFC-Trikot von Philip Schulz in die Höhe. Eine Geste für den scheidenden 30-Jährigen.
Demonstrativ halten Alexander Siebeck und Christian Beck das BFC-Trikot von Philip Schulz in die Höhe. Eine Geste für den scheidenden 30-Jährigen. Patrick Skrzipek

Am Ende flossen Tränen in der Kabine. Fünfeinhalb Jahre und 141 Spiele gehen eben nicht spurlos an einem vorbei. Aber Philip Schulz (30) hat Regionalligist BFC Dynamo verlassen und schnürt seine Töppen künftig eine Spielklasse tiefer für Oberligist Tasmania.

Kam etwas überraschend für manche. Auch für Trainer Heiner Backhaus (40), der Schulz eigentlich noch im Kader für das Bezirksderby gegen Lichtenberg 47 gewähnt hatte. Doch der hatte am Vortag des 3:2 seinen Vertrag aufgelöst. Die Personalnot war durch zahlreiche Verletzte und den plötzlichen Abgang bei den Hohenschönhausern so groß, dass Backhaus mit Paul Hainke (18) sogar einen weiteren Keeper auf die Bank setzte. Der ist übrigens noch A-Junior.

Schulz-Abgang bei Dynamo sehr plötzlich

Schulz, der in dieser Spielzeit durch eine schwere Verletzung im Schrittbereich lange Zeit nicht einsatzfähig war, hatte aber unbedingt sofort weggewollt, damit er bei seinem neuen Klub ein Testspiel mitmachen konnte und weil er die neuen Kollegen schnell kennenlernen wollte.

Nun kann er endlich wieder spielen. Und sich nebenbei auf seine Zukunft konzentrieren. Denn dass es mit einer großen Profikarriere nichts mehr wird, ist angesichts seines Alters nachvollziehbar. Schulz wird in ein paar Monaten Papa. Zudem kann er Tasmania und die künftige Ausbildung besser unter einen Hut bringen, als wenn er beim BFC unter Vollprofibedingungen trainiert hätte.

Schulz wird vom Dynamo zum Tasmanen

Menschlich schade, aber nachvollziehbar. Dass sein Abschied dennoch weh- und den Kollegen leidtut, konnte beim Spiel gegen die 47er gesehen werden. Denn nach dem Führungstreffer hielten die Ex-Kollegen sein Trikot mit Namenszug und der Rückennummer 7 demonstrativ in die Höhe. Eine feine Geste! Schulle galt hausintern als guter Typ, der im Team und bei den Fans mächtig beliebt war.

Sein Abgang hat sicherlich auch eine gute Seite für den BFC als Team. Er verringert eine Unwucht im Kader. Denn nach wie vor haben die Dynamos zu viele Kicker unter ihren Fittichen, die alle positionell gern im defensiven Mittelfeld spielen würden. So muss Backhaus nun an jedem Spieltag einen Spieler weniger vor den Kopf stoßen bei der Frage, wen er berücksichtigt und wen nicht.

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